Europol zerschlägt Drogenring – 103 Festnahmen in Osteuropa
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ermittler sichern Technik und Chemikalien in einer illegalen Drogenproduktionsstätte (Bildquelle: Europol)
Bei einer koordinierten Großoperation in der Ukraine, Polen und Moldau haben Ermittler ein internationales Netzwerk zur Herstellung synthetischer Drogen zerschlagen. 103 Verdächtige wurden festgenommen, dutzende Labore und Lager ausgehoben sowie große Mengen an Drogen und Chemikalien sichergestellt.
Großrazzia gegen Drogenring: 103 Festnahmen in Osteuropa
Zwischen dem 12. und 17. Februar 2026 unterstützte Europol Strafverfolgungsbehörden in der Ukraine, Polen und Moldau bei einer koordinierten Großoperation gegen ein internationales Netzwerk, das synthetische Drogen – insbesondere Cathinone wie Alpha-PVP – herstellte und vertrieb.
Am Einsatztag wurden rund 510 Objekte kontrolliert. Dabei zerschlugen die Behörden 36 illegale Produktionsstätten und 74 Lager mit vertriebsfertigen Drogen. Gegen 129 Personen wurden Strafverfahren eingeleitet, 103 Verdächtige wurden festgenommen.
International verzweigtes Netzwerk
Nach Ermittlerangaben war das Netzwerk in mehreren Ländern aktiv, darunter Belarus, Moldau und die Ukraine. Die Gruppierung wurde mutmaßlich von einem ukrainischen Organisator geführt, der Labore einrichtete und mit technischer Ausrüstung sowie chemischen Substanzen versorgte.
Zudem bestehen laut Behörden Verbindungen zu polnischen kriminellen Strukturen, über die Vorläuferstoffe und Ausrüstung über legale Geschäftsstrukturen beschafft worden sein sollen.
Umfangreiche Sicherstellungen
Bei Hausdurchsuchungen und Fahrzeugkontrollen wurden unter anderem sichergestellt:- 20.610 Liter Vorläuferstoffe
- 229,4 kg Alpha-PVP
- 156,3 kg Amphetamin
- 67,6 kg und 350 Liter Mephedron
- 7 kg Methamphetamin
- 47 kg Cannabis
- Tausende MDMA- und Ecstasy-Tabletten
- Bargeld in verschiedenen Währungen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro
- Kryptowährungen
- 41 Fahrzeuge
Vorgehensweise der Täter
Das Netzwerk nutzte legale Geschäftsstrukturen zur Tarnung, importierte teils nicht regulierte Chemikalien und verteilte seine Aktivitäten auf mehrere Länder, um Strafverfolgung zu erschweren.
Rolle von Europol
Europol unterstützte die Operation durch Echtzeit-Analysen, Koordination und Informationsaustausch. Ziel war es, die Produktions- und Lieferketten des Netzwerks nachhaltig zu unterbrechen und den Kampf gegen synthetische Drogen in Europa zu stärken.
An der Operation beteiligt waren zahlreiche Strafverfolgungsbehörden aus Moldau, Polen und der Ukraine, darunter spezialisierte Drogenfahndungs-, Ermittlungs- und Antiterror-Einheiten.
Quelle der Nachricht: Europol