Explosion in Salzgitter – Unbekannte sprengen Blitzer-Anhänger
Redaktion Polizeiticker Deutschland
In Salzgitter wurde ein mobiler Blitzer durch eine Explosion vollständig zerstört. Die Polizei ermittelte zwei tatverdächtige Männer im Alter von 28 und 29 Jahren und durchsuchte zwei Wohnungen. Dabei stellten die Ermittler eine große Menge Sprengstoff sicher.
Eine Explosion hat in der Nacht zum Donnerstag, 5. November 2026, einen mobilen Geschwindigkeitsmessanhänger der Stadt Salzgitter vollständig zerstört.
Die Tat ereignete sich gegen 1.55 Uhr an der Kanalstraße zwischen den Stadtteilen Lebenstedt und Hallendorf.
Explosion zerstört mobilen Blitzer vollständig
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Geschwindigkeitsmessanhänger durch eine gezielt herbeigeführte Explosion zerstört.
Die Sprengwirkung war so stark, dass von dem Anhänger nur ein großflächiges Trümmerfeld zurückblieb.
Die Polizei sicherte am Tatort zahlreiche Spuren. Spezialisten der Tatortgruppe untersuchten die Überreste des Messanhängers und dessen Umgebung.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 200.000 Euro.
Die genaue Ursache und die Umstände der Explosion sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Zwei Männer aus Salzgitter unter Tatverdacht
Im Rahmen der polizeilichen Fahndung gelang es den Ermittlern, zwei tatverdächtige Männer im Alter von 28 und 29 Jahren zu identifizieren.
Beide stammen aus Salzgitter.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig erließ das zuständige Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse.
Anschließend durchsuchte die Kriminalpolizei zwei Wohnungen in den Stadtteilen Lesse und Lebenstedt.
Bei den Maßnahmen waren auch Spezialisten des Bundeskriminalamtes für den Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen beteiligt.
Polizei entdeckt große Menge Sprengstoff in Wohnungen
Bei den Durchsuchungen stießen die Ermittler auf eine erhebliche Menge explosionsgefährlicher Stoffe.
Insgesamt beschlagnahmte die Polizei Sprengmittel im hohen zweistelligen Kilogrammbereich.
Darunter befanden sich nach Angaben der Ermittlungsbehörden:
- Im Ausland hergestellte Sprengmittel
- Selbst hergestellte Sprengmittel
- Loser Sprengstoff
Aufgrund der Menge und Gefährlichkeit der sichergestellten Stoffe wurden besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen.
Die Ermittlungen sollen auch klären, welche Sprengmittel bei der Zerstörung des Messanhängers eingesetzt wurden.
Sprengstoff auf Feld bei Lesse kontrolliert gesprengt
Die sichergestellten Sprengmittel stellten eine erhebliche Gefahr dar. Deshalb entschieden sich die Einsatzkräfte, die gefährlichen Stoffe kontrolliert zu sprengen.
Die Sprengungen fanden auf einer Feldfläche in der Nähe des Salzgitteraner Stadtteils Lesse statt. An den kriminalpolizeilichen Maßnahmen waren auch Delaborierer des Bundeskriminalamtes beteiligt.
Polizei bittet um Hinweise zur Tatnacht
Die Polizei sucht weitere Zeugen, die in der Nacht zum Donnerstag verdächtige Beobachtungen im Bereich der Kanalstraße gemacht haben.
Von besonderem Interesse sind Personen, die vor der Explosion auffällige Menschen in unmittelbarer Nähe des mobilen Geschwindigkeitsmessanhängers gesehen haben.
Hinweise nimmt die Polizei Salzgitter unter der Telefonnummer 05341 1897-0 entgegen.
Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel und der Staatsanwaltschaft Braunschweig dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Salzgitter