Frankfurt (Oder) – Schüler von Gruppe geschlagen und getreten
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach einem gewaltsamen Angriff auf einen Schüler vor einer Oberschule in Frankfurt (Oder) am 14. Oktober 2026 ermittelt die Polizei gegen zehn Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren. Die Ermittlungen laufen wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes.
Nach einem gewaltsamen Angriff auf einen Schüler vor der Heinrich-von-Kleist-Oberschule in Frankfurt (Oder) ermittelt die Kriminalpolizei gegen zehn Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren. Ihnen werden gefährliche Körperverletzung und Raub vorgeworfen.
Die Tat ereignete sich am Mittwoch, 14. Oktober 2026. Videos des Angriffs verbreiteten sich anschließend in sozialen Netzwerken und lösten zahlreiche Reaktionen aus.
Schüler vor Oberschule angegriffen und verletzt
Am Tag des Vorfalls meldete sich ein Schüler einer Frankfurter Oberschule bei der Polizei und berichtete von einer körperlichen Auseinandersetzung.
Nach seinen Angaben hatten mehrere Jugendliche auf ihn eingeschlagen. Der Junge wies Verletzungen im Gesicht auf.
Videoaufnahmen, die später in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, sollen zeigen, wie mehrere Jugendliche auf den Schüler einschlagen und eintreten, während er bereits am Boden liegt.
Anwohner beobachteten, wie sich weitere Kinder und Jugendliche am Tatort aufhielten und die Auseinandersetzung mit ihren Mobiltelefonen filmten.
Zehn Kinder und Jugendliche unter Tatverdacht
Die Polizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein, sicherte Videoaufnahmen und überprüfte zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung.
Nach Angaben der Polizei Brandenburg stehen inzwischen zehn Tatverdächtige im Fokus der Ermittler. Es handelt sich um Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren mit deutscher, polnischer, russischer und syrischer Staatsangehörigkeit.
Gegen sie wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Raubes ermittelt.
Nach Zeugenaussagen sollen mehrere Tatverdächtige die Hutten-Oberschule besuchen. Dort seien am Tag nach dem Angriff mehrere Verdächtige von der Polizei vorläufig festgenommen worden.
Außerdem wurde berichtet, dass Mobiltelefone beschlagnahmt und Betretungsverbote für die Schule ausgesprochen worden seien.
Polizei warnt vor Verbreitung der Gewaltvideos
Die Polizei Brandenburg weist ausdrücklich darauf hin, dass die Veröffentlichung und Weiterleitung gewaltverherrlichender Inhalte in sozialen Netzwerken strafbar sein kann. Die Ermittler appellieren deshalb an die Bevölkerung, entsprechende Videos nicht weiterzuverbreiten.
Das bereits gesicherte Videomaterial wird im Rahmen der laufenden Ermittlungen ausgewertet.
Gespräche über Sicherheit an Schulen geplant
Die Polizei steht wegen des Vorfalls mit der Stadt Frankfurt (Oder), dem zuständigen Schulamt und weiteren beteiligten Stellen in Kontakt.
In geplanten Sicherheitsgesprächen sollen die aktuelle Situation, mögliche Maßnahmen und die weitere Zusammenarbeit besprochen werden.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen die zehn Tatverdächtigen dauern an.