Gelsenkirchen – 25 Verletzte bei Kollision von zwei Straßenbahnen
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Bei der Kollision zweier Straßenbahnen in Gelsenkirchen-Beckhausen sind 25 Menschen verletzt worden. Sieben Personen erlitten schwere Verletzungen, bei drei weiteren konnte Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden.
Bei einem Verkehrsunfall unter Beteiligung zweier Straßenbahnen sind am Donnerstag, 6. August 2026, in Beckhausen mehrere Personen verletzt worden.
Gegen 12.30 Uhr befand sich eine Fahrschul-Straßenbahn auf der Strecke Kurt-Schumacher-Straße in Fahrtrichtung Stadtsüden. Einige hundert Meter vor der Haltestelle „Willy-Brandt-Allee“ kam die Straßenbahn zum Stehen.
Eine nachfolgende, mit Fahrgästen besetzte Straßenbahn fuhr nach bisherigem Ermittlungsstand auf die stehende Fahrschul-Straßenbahn auf.
Bei dem Zusammenstoß wurden knapp 25 Personen verletzt, nach aktuellem Stand sieben Personen schwer, bei drei weiteren konnte eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden. Vor Ort wurden die Verletzten erstversorgt, Rettungswagen brachten mehrere Betroffene zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.
Spezialisten untersuchen Unfallstelle
Für die Aufnahme des Verkehrsunfalls wurde ein speziell geschultes Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Bochum angefordert.
Beide Fahrtrichtungen der Kurt-Schumacher-Straße mussten für die Dauer der Unfallaufnahme im Bereich zwischen der Emil-Zimmermann-Allee und der Willy-Brandt-Allee über mehrere Stunden hinweg gesperrt werden.
Gegen 16.10 Uhr konnte die Fahrbahn in Richtung Buer wieder freigegeben werden. Die Sperrung in Fahrtrichtung Innenstadt musste dagegen bis zur Bergung der Straßenbahnen bestehen bleiben.
Aufwendige Bergung der Straßenbahnen
Zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Gelsenkirchen wurde die Feuerwehr Essen zunächst mit einer ÜMANVS-Komponente zur Versorgung und zum Transport von Verletzten alarmiert. Gegen 16 Uhr wurde zusätzlich der Rüstzug mit Feuerwehrkran, Rüstwagen-Kran und einem Führungsdienst angefordert.
Die beiden Straßenbahnen waren durch den Zusammenstoß erheblich deformiert. Für die Bergung mussten die Fahrzeuge zunächst aufwendig vorbereitet und anschließend auf spezielle Rollwagen umgesetzt werden.
Dabei kamen unter anderem Schneidbrenner zum Einsatz, um Teile des massiv verformten Fahrzeugrahmens abzutrennen. Mit Greifzügen brachten die Einsatzkräfte die verformten Drehgestelle wieder in die erforderliche Position.
Anschließend wurden die Straßenbahnen mit dem Feuerwehrkran angehoben und auf Rollwagen für den weiteren Abtransport gesetzt. Die technischen Arbeiten dauerten rund sechs Stunden.
Die Feuerwehr Essen unterstützte die Feuerwehr Gelsenkirchen mit 14 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Gelsenkirchen / Feuerwehr Essen