Gelsenkirchen – Drei Jugendliche sterben nach Badeunfällen
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach einem Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen sind zwei Brüder im Alter von 14 und 19 Jahren gestorben. Die beiden waren von Tauchern aus dem Wasser gerettet worden, erlagen jedoch später ihren schweren Verletzungen. Nur einen Tag vorher war dort bereits ein 16-Jähriger ertrunken.
Zwei Brüder nach Badeunfall gestorben
Ein Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen hat zwei Menschenleben gefordert. Ein 14-jähriger und ein 19-jähriger Gladbecker waren am Sonntagabend (21.06.2026) im Bereich des Amphitheaters im Wasser in Not geraten.
Gegen 22:10 Uhr erhielt die Polizei über die Feuerwehr die Mitteilung, dass sich zwei Personen im Wasser befanden und vermisst wurden. Feuerwehrtaucher fanden die beiden Brüder gegen 22:31 Uhr und retteten sie aus dem Kanal.
Beide wurden mit schweren Verletzungen und in Lebensgefahr in Krankenhäuser gebracht. Während der Rettungsmaßnahmen wurde der Rhein-Herne-Kanal bis 22:50 Uhr für den Schiffsverkehr gesperrt.
Beide Brüder erliegen ihren Verletzungen
Der 14-Jährige starb in der Nacht zum Montag an den Folgen des Badeunfalls.
Am Mittwochabend (24.06.2026) erlag schließlich auch der 19-Jährige seinen schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei waren die Brüder bereits längere Zeit unter Wasser gewesen, bevor sie von den Tauchern gefunden wurden.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
Bereits einen Tag zuvor starb ein 16-Jähriger
Der Badeunfall ereignete sich nur einen Tag nach einem weiteren tödlichen Unglück an nahezu derselben Stelle.
Am Samstagabend (20.06.2026) geriet ein 16-jähriger Jugendlicher im Rhein-Herne-Kanal auf Höhe des Amphitheaters beim Schwimmen in Not und ging unter.
Feuerwehrtaucher fanden den Jugendlichen bewusstlos unter Wasser und leiteten Reanimationsmaßnahmen ein. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er in der Nacht verstarb.
Die Ermittlungen ergaben in diesem Fall keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Polizei warnt vor dem Baden im Kanal
Nach dem tragischen Unglück zeigt die Polizei im Bereich des Rhein-Herne-Kanals verstärkt Präsenz und appelliert erneut eindringlich, dort nicht schwimmen zu gehen.
Kanäle und Flüsse können tückische Untiefen, starke Strömungen oder unter der Wasseroberfläche verborgene Hindernisse enthalten. Die Polizei rät, ausschließlich bewachte und ausgewiesene Badestellen zur Abkühlung zu nutzen.
Wer Menschen in Not bemerkt, soll sofort den Notruf wählen und andere auf die Gefahr aufmerksam machen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Gelsenkirchen