In einem Mehrfamilienhaus in Geretsried sind am Dienstagmittag eine Bewohnerin und ihr erwachsener Sohn tot aufgefunden worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei gibt es konkrete Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung.
Am Dienstagmittag, 1. September 2026, ging gegen 11.10 Uhr bei der Integrierten Leitstelle eine Meldung über eine verdächtige Wahrnehmung in einem Mehrfamilienhaus im Königsberger Weg in Geretsried ein.
Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Geretsried begab sich daraufhin zum Einsatzort. In dem Gebäude wurden eine Bewohnerin und ihr erwachsener Sohn leblos aufgefunden. Eine hinzugezogene Notärztin stellte bei beiden Personen den Tod fest.
Nach Medieninformationen soll ein Nachbar zuvor verdächtige Spuren entdeckt haben. Beim Eintreffen der Polizei soll die Wohnungstür offen gestanden haben und offenbar Blut daran zu sehen gewesen sein. Diese Einzelheiten wurden in der Polizeimeldung nicht bestätigt.
Die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim übernahm noch vor Ort unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen. Nach den bisherigen kriminalpolizeilichen Erkenntnissen bestehen konkrete Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung.
Nach ersten Informationen gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus. Ein erweiterter Suizid werde demnach derzeit ausgeschlossen.
Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nach aktuellem Stand nicht.
Kriminaltechniker waren am Wohnhaus mit der Spurensicherung beschäftigt. Die Hintergründe sowie der genaue Ablauf des Geschehens sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Die Kriminalpolizei Weilheim bittet Personen, die von Montagabend, 31. August, bis Dienstagmittag, 1. September 2026, im Bereich des Mehrfamilienhauses im Königsberger Weg oder in dessen näherer Umgebung verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen oder andere auffällige Wahrnehmungen gemacht haben, sich zu melden.
Zeugenaufruf
Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter 0881 640-0 sowie jede andere Polizeiinspektion entgegen.