Nach Sabotageakten an Umspannwerken in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen fahndet die Polizei öffentlich nach einem 48-jährigen Tatverdächtigen aus Gevelsberg. Bereits am Freitag entdeckten Spezialeinheiten seinen zu einem Wohnmobil umgebauten Lkw und stellten bei der Durchsuchung umfangreiche Beweismittel sicher.
Im Zusammenhang mit der Sabotage an Umspannwerken in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sucht die Polizei einen 48-jährigen Tatverdächtigen aus Gevelsberg. Der Mann ist weiter auf der Flucht.
Wohnhaus in Gevelsberg durchsucht
Bereits am Donnerstag (4. September) liefen unter Führung der Polizei Köln Polizeieinsätze in Nordrhein-Westfalen.
Unter anderem durchsuchten Polizeikräfte aus Köln und Brandenburg ein Wohnhaus in Gevelsberg, in welchem der mutmaßliche Verfasser von Bekennerschreiben gemeldet ist.
Zudem waren Einsatzkräfte an den im Bekennerschreiben aufgeführten Einrichtungen der kritischen Infrastruktur im Einsatz.
Wohnmobil-Lkw im Kreis Düren entdeckt
Am Freitag (4. September) hatten Spezialeinheiten der Polizei NRW den zu einem Wohnmobil umgebauten Lkw des mutmaßlichen Verfassers des Bekennerschreibens auf einem Parkplatz im Kreis Düren entdeckt und durchsucht.
Bei der Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte umfangreiches Beweismittel u.a. Pyrotechnik sicher. Das Fahrzeug wird derzeit kriminaltechnisch untersucht.
Ermittlungsgruppe wertet Beweismittel aus
Die Kriminalpolizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und wertet u.a. Bild- und Videomaterial sowie Zeugenaussagen aus.
Die Ermittler prüfen zudem Hinweise, die über das Online-Portal bei der Polizei eingegangen sind.
Einsatzkräfte der Polizei NRW sind weiterhin an Einrichtungen der kritischen Infrastruktur im Einsatz.
Die Polizei fahndet mit einem Foto des Tatverdächtigen und fragt:
- Wer kennt die auf den Bildern abgebildete Person?
- Wer kann Angaben zum Aufenthaltsort der Person machen?
- Wer kann sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung der Sabotageakte beitragen können?
Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Unterstützung bei den laufenden Ermittlungen und hat das Hinweisportal NRW aktiviert.
Das Hinweisportal NRW ermöglicht eine einfache und sichere Übermittlung von Informationen und Dateien. Bürgerinnen und Bürger können dort Hinweise und Informationen, die mit den Sabotageakten im Zusammenhang stehen, direkt an die Polizei übermitteln.
Möglicherweise sind Spaziergängern im Bereich von Umspannwerken Personen oder Fahrzeuge aufgefallen. Von besonderem Interesse ist auch mögliches Bild- und Videomaterial. Solche Aufnahmen können wichtige Erkenntnisse liefern und die Ermittlungsarbeit unterstützen.
Hinweistelefon rund um die Uhr erreichbar
Für Hinweise zum Fall in Brandenburg ist ein Hinweistelefon unter der Rufnummer 0331-505950 rund um die Uhr erreichbar.
Darüber hinaus nimmt jede Polizeidienststelle Hinweise entgegen. Das Hinweisportal der Polizei NRW ist ebenfalls weiterhin freigeschaltet.
Bei der Feststellung verdächtiger Gegenstände bittet die Polizei darum, nicht selbstständig zu handeln, sondern die Polizei zu verständigen und den Notruf zu wählen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Köln, Polizei Brandenburg, Staatsanwaltschaft Köln und Staatsanwaltschaft Cottbus