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Görlitz – Drei Vermisste nach Explosion tot aus Trümmern geborgen

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Drei Einsatzkräfte des THW durchsuchen Trümmer eines einstürzenden Gebäudes. Sie tragen Helme und Schutzkleidung.

THW-Mitarbeiter setzen die Suche nach Vermissten im eingestürzten Mehrfamilienhaus in Görlitz fort. (Bildquelle: A.Stickel / THW OV Bautzen)

Nach der Explosion und dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in Görlitz haben Einsatzkräfte alle vermissten Personen tot geborgen. Die Suchmaßnahmen wurden inzwischen beendet.

Explosion erschüttert Görlitzer Innenstadt

Am späten Montagnachmittag des 18. Mai 2026 kam es in der James-von-Moltke-Straße in der Görlitzer Innenstadt zu einer lauten Explosion in einem bewohnten Mehrfamilienhaus.
Das historische Gebäude stürzte daraufhin großflächig ein. Schutt und Trümmer verteilten sich auf die Straße sowie angrenzende Grundstücke.
Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk und weitere Spezialkräfte rückten mit rund 140 Einsatzkräften an. Mehrere benachbarte Häuser wurden vorsorglich evakuiert. Insgesamt waren etwa 50 Bewohnerinnen und Bewohner betroffen.
Rettungskräfte in Schutzkleidung arbeiten mit schwerem Gerät in einem Trümmerfeld eines eingestürzten Gebäudes. Holztrümmer und verbogenes Metall sind sichtbar.

Nach dem Hauseinsturz in Görlitz sind auch Fachgruppen Räumen des THW mit Großgerät im Einsatz (Bildquelle: THW/Thomas Hopperdietzel)

Zunächst fünf Vermisste gemeldet

Nach dem Einsturz galten zunächst fünf Personen als vermisst. In den ersten Stunden konnten zwei Personen unverletzt aufgefunden werden.
Drei Menschen wurden weiterhin unter den Trümmern vermutet: zwei Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie ein 48-jähriger Mann.
Am 20. Mai wurde die Leiche einer 25-jährigen Frau in den Trümmern entdeckt. In den darauffolgenden Tagen fanden Einsatzkräfte auch die beiden weiteren Vermissten tot unter den Trümmern.
Blick von oben auf ein Fahrzeug in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes, umgeben von Rettungskräften bei Nacht.

Die Gefahr eines weiteren Gasaustrittes besteht weiterhin und schränkt die Rettungskräfte ein. (Bildquelle: Feuerwehr Bautzen)

Schwierige Suche unter gefährlichen Bedingungen

Die Rettungskräfte arbeiteten über mehrere Tage unter schwierigen Bedingungen. Wegen eines anhaltenden Gasaustritts konnten schwere Bagger nur eingeschränkt eingesetzt werden.
Die Trümmer wurden deshalb teilweise zu Fuß oder mit kleineren Maschinen durchsucht. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von Spürhunden, Wärmebildkameras und akustischen Ortungsgeräten.
Fachleute wiesen darauf hin, dass die Überlebenschancen unter Trümmern nach etwa 72 Stunden drastisch sinken. Bereits am zweiten Tag lagen nach Angaben der Feuerwehr keine belastbaren Lebenszeichen mehr vor.
Ein Haufen aus Trümmern liegt zwischen zwei beschädigten Wänden eines Gebäudes. Ein Kran ist im Einsatz, um die Trümmer zu beseitigen.

Eine Explosion durch Gas soll die Ursache der Explosion gewesen sein. (Bildquelle: Feuerwehr Bautzen)

Ermittler prüfen mögliche Gasexplosion

Die Polizei und die Stadtverwaltung gehen derzeit von einer möglichen Gasexplosion aus. In unmittelbarer Nähe des eingestürzten Gebäudes wurde ein Gasleck festgestellt.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sowie von Brand- und Bausachverständigen dauern weiterhin an. Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen soll eine detaillierte Analyse der Unglücksursache erfolgen.
Ein Gebäude ist eingestürzt und Trümmer sind weit verstreut. Einsatzkräfte und Baumaschinen befinden sich am Einsatzort, um die Lage zu sichern.

Mindestens zehn umliegende Häuser wurden wegen akuter Gefahr weiterer Explosionen evakuiert. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)

Suchmaßnahmen beendet

Nach Angaben der Polizei wird inzwischen nicht mehr von weiteren Verschütteten ausgegangen. Die Such- und Bergungsmaßnahmen wurden daher vorerst beendet.
Der Bereich rund um das Gebäude bleibt weiterhin abgesperrt, bis die Standsicherheit des Hauses und der umliegenden Gebäude abschließend bewertet wurde.
Die Stadt Görlitz will sich nun verstärkt um die Unterstützung der betroffenen Bewohner, mögliche Schadenersatzfragen sowie die Untersuchung der Sicherheitsstandards älterer Gebäude in der Innenstadt kümmern.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Sachsen / Feuerwehr Görlitz / THW Landesverband Sachsen, Thüringen

Kategorien:

Sachsen
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