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Görlitz – Intensive Suche nach drei Vermissten nach Explosion

20.05.2026 | 08:48

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Drei Einsatzkräfte des THW durchsuchen Trümmer eines einstürzenden Gebäudes. Sie tragen Helme und Schutzkleidung.

THW-Mitarbeiter setzen die Suche nach Vermissten im eingestürzten Mehrfamilienhaus in Görlitz fort. (Bildquelle: A.Stickel / THW OV Bautzen)

Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in Görlitz suchen Einsatzkräfte weiter nach drei Vermissten. Als mögliche Ursache gilt derzeit eine Gasexplosion.

In Görlitz ist am 19. Mai 2026 ein Mehrfamilienhaus in der James-von-Moltke-Straße nach einer mutmaßlichen Explosion eingestürzt. Derzeit wird weiterhin nach drei Vermissten gesucht. Nach bisherigem Stand gibt es keine bestätigten Todesopfer.
Die Suche nach den Verschütteten wurde nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung am frühen Morgen wieder aufgenommen, nachdem austretendes Gas zunächst kontrolliert entfernt beziehungsweise abgefackelt werden musste.
Ein Gebäude ist eingestürzt und Trümmer sind weit verstreut. Einsatzkräfte und Baumaschinen befinden sich am Einsatzort, um die Lage zu sichern.

Mindestens zehn umliegende Häuser wurden wegen akuter Gefahr weiterer Explosionen evakuiert. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)

Laut bisherigen Erkenntnissen gelten aktuell zwei Frauen aus Rumänien im Alter von 25 und 26 Jahren sowie ein 48-jähriger Mann als vermisst. Der Mann soll die bulgarische und deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Zwei weitere zunächst vermisste Personen konnten inzwischen als wohlauf eingestuft werden, da sie sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Gebäude befanden.
Vor Ort waren zeitweise bis zu 140 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk, Katastrophenschutz und Rettungsdiensten im Einsatz. Auch Spürhunde kamen bei der Suche nach möglichen Verschütteten zum Einsatz.
Ein Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks und ein Bagger räumen Trümmer eines eingestürzten Gebäudes weg. Im Hintergrund sind mehrstöckige Wohngebäude sichtbar.

Als Ursache für die Explosion wird ein Leck in einer Gasleitung angenommen. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)

Die Einsatzkräfte mussten die Rettungsmaßnahmen zeitweise erschweren, da weiterhin Gas ausströmte und schwere Technik deshalb nur eingeschränkt eingesetzt werden konnte. Die eigentlichen Ermittlungen zur Ursache sollen laut Polizei erst nach Abschluss der Rettungsarbeiten vertieft werden.
Derzeit gilt eine Gasexplosion als wahrscheinlichste Ursache für den Einsturz, abschließend bestätigt ist dies jedoch noch nicht.
Rettungskräfte in Schutzkleidung arbeiten mit schwerem Gerät in einem Trümmerfeld eines eingestürzten Gebäudes. Holztrümmer und verbogenes Metall sind sichtbar.

Nach dem Hauseinsturz in Görlitz sind auch Fachgruppen Räumen des THW mit Großgerät im Einsatz (Bildquelle: THW/Thomas Hopperdietzel)

Rund um die Unglücksstelle wurden mehrere Häuser evakuiert. Insgesamt sollen etwa 54 Menschen betroffen sein. Zudem wurde die Gasversorgung in Teilen der Umgebung vorsorglich abgeschaltet. Dadurch kann es vorübergehend zu Ausfällen bei Warmwasser und Heizung kommen.
Das eingestürzte Gebäude soll sich in der Innenstadt von Görlitz befinden und teilweise als Wohn- sowie Ferienhaus genutzt worden sein.
Blick von oben auf ein Fahrzeug in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes, umgeben von Rettungskräften bei Nacht.

Die Gefahr eines weiteren Gasaustrittes besteht weiterhin und schränkt die Rettungskräfte ein. (Bildquelle: Feuerwehr Bautzen)

Anwohner berichteten von einem lauten Knall und starkem Gasgeruch kurz vor dem Einsturz. Die Suche nach den Vermissten sowie die Sicherung der umliegenden Gebäude dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: THW Landesverband Sachsen, Thüringen

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