Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in Görlitz suchen Einsatzkräfte weiter nach drei Vermissten. Als mögliche Ursache gilt derzeit eine Gasexplosion.
In
Görlitz ist am 19. Mai 2026 ein
Mehrfamilienhaus in der James-von-Moltke-Straße nach einer mutmaßlichen
Explosion eingestürzt. Derzeit wird weiterhin nach drei
Vermissten gesucht. Nach bisherigem Stand gibt es keine bestätigten Todesopfer.
Die Suche nach den Verschütteten wurde nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung am frühen Morgen wieder aufgenommen, nachdem austretendes Gas zunächst kontrolliert entfernt beziehungsweise abgefackelt werden musste.
Mindestens zehn umliegende Häuser wurden wegen akuter Gefahr weiterer Explosionen evakuiert. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
Laut bisherigen Erkenntnissen gelten aktuell zwei Frauen aus Rumänien im Alter von 25 und 26 Jahren sowie ein 48-jähriger Mann als
vermisst. Der Mann soll die bulgarische und deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Zwei weitere zunächst
vermisste Personen konnten inzwischen als wohlauf eingestuft werden, da sie sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Gebäude befanden.
Vor Ort waren zeitweise bis zu 140 Einsatzkräfte von
Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk, Katastrophenschutz und Rettungsdiensten im Einsatz. Auch Spürhunde kamen bei der Suche nach möglichen Verschütteten zum Einsatz.
Als Ursache für die Explosion wird ein Leck in einer Gasleitung angenommen. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
Die Einsatzkräfte mussten die Rettungsmaßnahmen zeitweise erschweren, da weiterhin Gas ausströmte und schwere Technik deshalb nur eingeschränkt eingesetzt werden konnte. Die eigentlichen Ermittlungen zur Ursache sollen laut Polizei erst nach Abschluss der Rettungsarbeiten vertieft werden.
Derzeit gilt eine Gasexplosion als wahrscheinlichste Ursache für den Einsturz, abschließend bestätigt ist dies jedoch noch nicht.
Nach dem Hauseinsturz in Görlitz sind auch Fachgruppen Räumen des THW mit Großgerät im Einsatz (Bildquelle: THW/Thomas Hopperdietzel)
Rund um die Unglücksstelle wurden mehrere
Häuser evakuiert. Insgesamt sollen etwa 54 Menschen betroffen sein. Zudem wurde die Gasversorgung in Teilen der Umgebung vorsorglich abgeschaltet. Dadurch kann es vorübergehend zu Ausfällen bei Warmwasser und Heizung kommen.
Das eingestürzte Gebäude soll sich in der Innenstadt von Görlitz befinden und teilweise als Wohn- sowie
Ferienhaus genutzt worden sein.
Die Gefahr eines weiteren Gasaustrittes besteht weiterhin und schränkt die Rettungskräfte ein. (Bildquelle: Feuerwehr Bautzen)
Anwohner berichteten von einem lauten
Knall und starkem Gasgeruch kurz vor dem Einsturz. Die Suche nach den Vermissten sowie die Sicherung der umliegenden Gebäude dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: THW Landesverband Sachsen, Thüringen