(Symbolbild) (Bildquelle: MadMax22 (CC0) - (Symbolbild))
Am Freitag, 24. April 2026, wurde ein Radfahrer auf der L568 bei Friedland von einem Transporter erfasst und tödlich verletzt.
Nach derzeitigen Erkenntnissen befuhren Vater und Sohn gegen 20.10 Uhr mit ihren Fahrrädern die L 568 aus Richtung Friedland kommend in Richtung Groß Schneen. Kurz vor dem Ortseingang Groß Schneen fuhr ein in gleicher Richtung fahrender Kleintransporter nach jetzigem Stand von hinten auf den 36-Jährigen auf. Bei dem Fahrer des Transporters handelt es sich um einen 33 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göttingen. Die Ursache für den Zusammenstoß ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der 36-Jährige von seinem Fahrrad geschleudert und kam schwerstverletzt im angrenzenden Straßengraben zum Liegen. Ersthelfer leiteten unmittelbar Reanimationsmaßnahmen ein. Der Mann wurde später in die Universitätsmedizin Göttingen gebracht, wo er noch am Abend seinen schweren Verletzungen erlag.
Der 12-jährige Sohn des Verstorbenen stürzte infolge des Unfallgeschehens ebenfalls mit seinem Fahrrad. Er wurde vor Ort medizinisch untersucht und nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt. Angehörige und Beteiligte wurden durch Notfallseelsorger betreut.
Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Alkoholisierung des Fahrers des Kleintransporters. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Zudem wurde sein Smartphone sichergestellt.
An dem Einsatz waren unter anderem drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Rettungshubschrauber Christoph 44 beteiligt. Außerdem waren Einsatzkräfte der Feuerwehren Groß Schneen, Niedernjesa/Stockhausen und Ballenhausen sowie Helferinnen und Helfer des THW Göttingen vor Ort. Sie unterstützten bei der Absperrung der Unfallstelle, der Ausleuchtung des Bereichs für die Unfallaufnahme und die Arbeit des Gutachters sowie bei der Reinigung der Fahrbahn.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger zur Unfallstelle hinzugezogen. Zur beweissicheren Dokumentation des Unfallortes setzte die Polizei zudem das sogenannte Photoscan-Verfahren ein. Mit diesem Verfahren lassen sich Unfallstellen bildgestützt erfassen und später maßstabsgetreu auswerten.
Die L 568 war zwischen Friedland und Groß Schneen während des Rettungseinsatzes und der Unfallaufnahme mehrere Stunden voll gesperrt. Gegen 01.00 Uhr konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeiinspektion Göttingen