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Grimma – Rot angesprühter Igel nach Rettungsversuch gestorben

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Der Igel ist mit intensiv roter Farbe bedeckt, die seine Stacheln einzigartig färbt. Er sitzt auf einem hellen Tuch, was den farblichen Kontrast hervorhebt.
In Grimma wurde ein rot angesprühter Igel in einer Kleingartenanlage gefunden. (Bildquelle: Private Igelhilfe Riesa)

In einer Kleingartenanlage im Grimmaer Ortsteil Nerchau wurde ein teilweise rot angesprühter Igel gefunden. Das geschwächte und von Parasiten befallene Tier kam über eine Tierklinik zur Privaten Igelhilfe Riesa und verstarb wenige Tage später.

Rot angesprühter Igel in Kleingartenanlage entdeckt

In der Kleingartenanlage „Farbenfroh“ im Grimmaer Ortsteil Nerchau wurde ein Igel entdeckt, der auf einer Körperseite großflächig mit roter Farbe besprüht worden war.
Ein Parzellenbesitzer verständigte nach dem Fund die Polizei. Ob die Kleingartenanlage auch der Ort ist, an dem das Tier mit der Farbe besprüht wurde, ist bislang nicht geklärt.
Eine Streife des Polizeireviers Grimma brachte den Igel zunächst in die Tierklinik Nossen. Von dort wurde das Tier an die Private Igelhilfe Riesa weitergegeben.
Nahaufnahme eines Igels, der mit geschlossenen Augen in einer Hand gehalten wird, auf einem Handtuch liegend.
Ein in Grimma mit roter Farbe besprühter Igel bei der Aufnahme in der Igelhilfe Riesa. (Bildquelle: Private Igelhilfe Riesa)

Igel wog knapp 800 Gramm und war von Parasiten befallen

Die Igelhilfe berichtete am 15. September, dass der kleine Igelmann nicht nur halbseitig komplett rot angesprüht worden war, sondern weitere gesundheitliche Probleme hatte.
Er wog knapp 800 Gramm und war mit Zecken, Milben und Flöhen befallen. Fliegeneier und Maden wurden nicht festgestellt. Dafür litt das Tier nach Angaben der Igelhilfe unter Innenparasiten sowie einer stark eitrigen und verschleimten Nase.
Der Igel bekam ein spezielles Bad und Medikamente. Zudem musste er regelmäßig inhalieren.
Die Helfer tauften das Tier auf den Namen Pinkie. Die Farbe sollte nach und nach entfernt werden. Sollte dies nicht vollständig gelingen, hätte Pinkie längere Zeit in der Obhut der Igelhilfe bleiben müssen, bis die Farbe von selbst verschwindet oder ein Stachelwechsel einsetzt.
Grimma – Rot angesprühter Igel nach Rettungsversuch gestorben
Die Farbe konnte in aufwändiger Arbeit nahezu entfernt werden, der Igel überlebte trotzdem nicht. (Bildquelle: Private Igelhilfe Riesa)

Pinkies Zustand schien sich zunächst zu verbessern

Am 18. September meldete die Private Igelhilfe Riesa zunächst eine deutliche Verbesserung. Pinkie hatte einen guten Appetit entwickelt und nahm zu. Auch die rote Farbe war zu diesem Zeitpunkt nahezu vollständig entfernt.
Die Helfer zeigten sich zuversichtlich, dass das Tier überleben würde. Pinkie sollte weiter zunehmen und zu Kräften kommen.

Pinkie stirbt trotz intensiver Pflege

Die Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Nach Angaben der Igelhilfe verschlechterte sich Pinkies Zustand innerhalb kurzer Zeit erheblich. Das Tier starb trotz der vorherigen Fortschritte und der intensiven Pflege.
Ein Zusammenhang zwischen dem Tod des Igels und der roten Farbe ist anhand der vorliegenden Informationen nicht belegt. Der Igel hatte bereits bei seiner Aufnahme mehrere weitere gesundheitliche Probleme und einen erheblichen Parasitenbefall.

Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen Tierschutzgesetz

Die Polizei sucht weiterhin nach der Person oder den Personen, die für das Besprühen des Igels verantwortlich sein könnten.
Ein Polizeisprecher bestätigte, dass wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt wird.
Quelle der Polizeinachricht: Private Igelhilfe Riesa

Kategorien:

Sachsen
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