Nordrhein-Westfalen

Gronau - Mehrere Personen bei Hochhausbrand verletzt

Starke Rauchentwicklung
Starke Rauchentwicklung (Bildquelle: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

Am Mittwochmorgen um 7:38 Uhr erhielt die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises eine Meldung über Rauch auf einem Balkon im 6. Obergeschoss des Wohnparks Gronau. Weil mehrere Notrufe eingingen, wurden zahlreiche Einsatzkräfte angefordert.

Bereits auf der Anfahrt konnte die starke Rauchentwicklung aus dem zur Mülheimer Straße gerichteten Balkon gesichtet werden. Bei Eintreffen der Feuerwehr zündete der Brandrauch durch und der Balkon und die dazugehörige Wohnung standen in Vollbrand. Die Flammen schlugen außen bis ins 8. Obergeschoss.

Die Alarmstufe wurde vom ersteintreffenden Einsatzleiter erhöht und die ersten Maßnahmen fokussierten sich auf die Menschenrettung aus dem betroffenen Bereich sowie das Vorgehen gemäß den Standardeinsatzregeln (SER) der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Durch den Angriffstrupp der Feuer- und Rettungswache 1 wurden im verrauchten Flurbereich neben der Brandwohnung zwei orientierungslose Kleinkinder vorgefunden, die umgehend aus dem Rauch gerettet und dem Rettungsdienst übergeben wurden. Nach Untersuchung durch einen Notarzt waren diese glücklicherweise unverletzt.

Fünf Wohnungen sind vorübergehend unbewohnbar
Fünf Wohnungen sind vorübergehend unbewohnbar (Bildquelle: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

Eine weitere Person wurde mit schweren Verletzungen und vier Personen mit leichten Verletzungen aus dem Gebäude geführt. Weitere 55 Personen wurden unverletzt in einem benachbarten Autohaus durch den Rettungsdienst gesichtet und betreut. Eine Einsatzkraft der Feuerwehr verletzte sich leicht.

Die Brandbekämpfung wurde mittels Innenangriff und über eine Drehleiter durchgehführt. Insgesamt wurden neben der Brandwohnung vier weitere Wohnungen durch Feuer, Brandrauch und Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen.

Diese fünf Wohnungen sind vorübergehend unbewohnbar. Für zwei Familien mussten durch die Stadt Bergisch Gladbach Notunterkünfte bereitgestellt werden.

Gegen 8:30 Uhr konnte "Feuer in Gewalt" gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Mittag. Mehrere Wohnungen mussten zusätzlich kontrolliert werden.

Die Mülheimer Straße war für die Dauer des Einsatzes zwischen Gierather Straße und Damaschkestraße voll gesperrt. Im Berufsverkehr kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt.

Einsatzkräfte bei der Arbeit
Einsatzkräfte bei der Arbeit (Bildquelle: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach war mit rund 100 Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Die Einsatzleitung lag beim diensthabenden Leitungsdienst (A-Dienst). Für die rettungsdienstliche Versorgung wurde der Leitende Notarzt (LNA) sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) des Rheinisch-Bergischen Kreises vor Ort eingesetzt. Die Polizei war ebenfalls mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Nach Abschluss der Maßnahmen der Feuerwehr wurde der Brandort durch die Polizei beschlagnahmt.

Die verwaisten Feuerwache 1 und 2 wurden durch die Löschzuge 5 - Schildgen und 9 - Bensberg für die Dauer des Einsatzes besetzt.

Quelle der Nachricht: Feuerwehr Bergisch Gladbach