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Grossaktion gegen Terrorpropaganda im Netz

19.03.2026 | 11:37

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Grossaktion gegen Terrorpropaganda im Netz

(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)

Europol ist mit einer grossangelegten Aktion gegen terroristische Inhalte im Internet vorgegangen. Tausende Beiträge wurden gemeldet, ein Grossteil davon bereits gelöscht.

Europol hat den bisher größten sogenannten „Referral Action Day“ (RAD) gegen terroristische Inhalte im Internet durchgeführt. Dabei wurden 17’298 Internetadressen auf 40 Plattformen gemeldet. Insgesamt handelte es sich um über 1’100 Stunden Audiomaterial.
Die Aktion richtete sich gegen Propaganda aus verschiedenen extremistischen Bereichen, darunter dschihadistische und rechtsextreme Netzwerke. Ermittler aus 13 Ländern, darunter Deutschland, Italien, Spanien und Schweden, waren beteiligt.

Großteil der Inhalte bereits entfernt

Die gemeldeten Inhalte wurden am 3. März an die Plattformbetreiber übermittelt. Rund 77 Prozent davon wurden inzwischen gelöscht.
Zu den beanstandeten Inhalten gehörten unter anderem:
  • Reden von Terrorführern
  • gewaltverherrlichende Musik
  • sogenannte Naschids (religiöse Gesänge, die häufig in Propaganda verwendet werden)

Trend zu Audio-Propaganda

Die Ermittler beobachten eine zunehmende Verlagerung extremistischer Inhalte auf Audioformate. Diese sind schwerer zu erkennen als Videos oder Bilder und können sich daher schneller verbreiten.
Musik und Tonaufnahmen werden gezielt genutzt, um Emotionen anzusprechen, Gewalt zu verherrlichen und neue Anhänger zu gewinnen.

Internationale Zusammenarbeit

Die Operation wurde von Ungarn und Europol initiiert und über die EU Internet Referral Unit (EU IRU) koordiniert. Europol unterstützte unter anderem bei der Analyse der Inhalte, der internationalen Abstimmung und der Bewertung neuer Trends.
Die Aktion zeigt, dass auch weniger auffällige Formen extremistischer Propaganda zunehmend ins Visier der Behörden geraten.
Quelle der Nachricht: Europol

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