Hagen – Rollstuhlfahrer angezündet und lebensgefährlich verletzt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein 67-jähriger Rollstuhlfahrer wurde in Hagen-Helfe mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. In einer Spezialklinik stellte sich heraus, dass seine Verletzungen lebensgefährlich sind. Gegen eine 18-jährige Tatverdächtige wurde Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes angeordnet.
Rollstuhlfahrer mit brennbarer Flüssigkeit übergossen
Ein 67-jähriger Mann wurde am Donnerstagabend (17.09.2026) in Helfe schwer, ersten Einschätzungen zufolge aber nicht lebensbedrohlich, verletzt, nachdem er mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet worden war.
Der Mann hielt sich gegen 19.40 Uhr in einer Grünanlage an der Johann-Friedrich-Oberlin-Straße auf, als es ersten Ermittlungen zufolge zu einer verbalen Auseinandersetzung mit einer 18-jährigen Frau kam, die er flüchtig aus der Vergangenheit kannte.
Im weiteren Verlauf übergoss die Tatverdächtige den 67-jährigen Rollstuhlfahrer mit einer brennbaren Flüssigkeit und setzte ihn in Brand. Passanten löschten das Feuer und verständigten die Polizei.
Nach intensiven Ermittlungen der eingesetzten Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Hagen konnte die zunächst flüchtige 18-jährige Tatverdächtige durch Einsatzkräfte einer Spezialeinheit in Münster vorläufig festgenommen werden.
67-Jähriger schwebt in Lebensgefahr
Der 67-Jährige musste in eine Spezialklinik gebracht werden. Dort stellte sich heraus, dass aufgrund der Schwere seiner Verletzungen Lebensgefahr bestand.
Auf Antrag der Hagener Staatsanwaltschaft wurde die Tatverdächtige am Samstagnachmittag (19.09.2026) einer Haftrichterin vorgeführt. Diese erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Mordes.
Die 18-Jährige wurde anschließend einer Justizvollzugsanstalt zugeführt. Die weiteren Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft zu den Hintergründen der Tat dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Hagen und Staatsanwaltschaft Hagen