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Halver – Polizei entdeckt professionelles Drogenlabor nach Brand

12.05.2026 | 09:09

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Eine Person in schwarzer Kleidung kniet vor großen, industriellen Tanks in einem dunklen Lagerraum. Mehrere Fässer und ein Bürostuhl sind ebenfalls sichtbar.

Person in schwarzer Kleidung vor großen Tanks in einem Lagerraum. (Bildquelle: Polizei Hagen)

Nach einem Brand in einem Firmengebäude in Halver haben Ermittler ein professionell betriebenes Drogenlabor entdeckt. Ein Tatverdächtiger sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Brand führt zur Entdeckung des Labors

Nach dem Brand in einem Firmengebäude an der Straße „Vömmelbach“ in Halver haben die weiteren Ermittlungen des Kommissariats für Organisierte Kriminalität des Polizeipräsidiums Hagen den Verdacht bestätigt, dass es sich bei den aufgefundenen Räumlichkeiten um ein professionell betriebenes Labor zur Herstellung synthetischer Drogen handelt.
Die mehrtägige Entsorgung der sichergestellten Chemikalien und Materialien wurde am Montagmittag, 11.05.2026, durch einen spezialisierten Entsorgungsbetrieb abgeschlossen. Dabei stellten die Einsatzkräfte mehr als 10.000 Liter Syntheseabfälle sicher, die anschließend fachgerecht abtransportiert wurden.
In mehreren Reaktoren fanden die Ermittler zudem Chemikalien vor, aus denen mutmaßlich Amphetamin hergestellt werden sollte. Wegen der teilweise hochgiftigen Substanzen waren umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.
Das Bild zeigt einen großen, metallischen Tank in einem dunklen Raum. Um den Tank herum liegen mehrere weiße Kunststoffbehälter auf dem Boden.

Ein Brand in Halver führte zur Entdeckung eines Drogenlabors mit großen Metalltanks und Kunststoffbehältern. (Bildquelle: Polizei Hagen)

Mehrere Tonnen Amphetamin hergestellt?

Neben der Polizei waren auch die Feuerwehr sowie Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Für die Bevölkerung bestand nach aktuellem Ermittlungsstand zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr.
Der Brand, der letztlich zur Entdeckung des Drogenlabors führte, konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Dadurch wurde nach Einschätzung der Ermittler vermutlich ein folgenschwerer Großbrand verhindert.
Im Zuge der Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte umfangreiche Beweismittel, Produktionsanlagen sowie eine scharfe Schusswaffe sicher.
Nach bisherigen Erkenntnissen verfügte das Labor über eine mutmaßliche Produktionskapazität von mehreren Tonnen Amphetamin. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass das Labor bereits über mehrere Monate betrieben wurde und dabei mehrere Tonnen konsumfähigen Amphetamins hergestellt und abtransportiert wurden. Der geschätzte Straßenwert liegt im siebenstelligen Eurobereich.
Der Raum ist dunkel und enthält verschiedene Industrieanlagen und große metallische Behälter. Es sind mehrere Rohre und Kabel sichtbar, die durch den Raum verlaufen.

Ein Brand in Halver enthüllt ein geheimes Labor zur Herstellung synthetischer Drogen. (Bildquelle: Polizei Hagen)

31-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft

Im Verlauf der Ermittlungen nahmen Polizeibeamte einen 31-jährigen Tatverdächtigen aus dem Märkischen Kreis vorläufig fest.
Der Mann steht im dringenden Verdacht, am Betrieb des mutmaßlichen Drogenlabors beteiligt gewesen zu sein. Er wurde bereits am Freitag, 08.05.2026, einem Haftrichter beim Amtsgericht Hagen vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl.
Die Ermittlungen dauern weiter an. Dabei prüfen die Behörden unter anderem die Ursache des Brandes, mögliche weitere Beteiligte sowie den Verbleib des bereits hergestellten und abtransportierten Amphetamins. Hierzu wurde auch ein Brandsachverständiger eingesetzt.

Zeugenaufruf

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise von Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Objekt gemacht haben. Hinweise nimmt die Polizei Hagen unter der Telefonnummer 02331 986-2066 entgegen.

Quelle der Polizeinachricht: Polizei Hagen

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