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Hamburg – Bundespolizei zerschlägt Schleusernetz im Rotlichtmilieu

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Mehrere Polizisten bringen einen Mann in einen weißen Transporter auf einer gepflasterten Straße.
Die Bundespolizei nahm in Hamburg einen Schleuser fest, der Frauen aus Südamerika ins Rotlichtmilieu gebracht haben soll. (Bildquelle: Bundespolizeidirektion Hannover)

Die Bundespolizei hat in Hamburg ein mutmaßliches Schleusernetz zerschlagen, das Frauen aus Südamerika ins Rotlichtmilieu gebracht haben soll. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler unter anderem Bargeld, Luxusuhren und Datenträger sicher.

Bundespolizei nimmt mutmaßlichen Schleuser fest

Die Bundespolizeidirektion Hannover hat am Donnerstag in Hamburg umfangreiche Maßnahmen gegen ein mutmaßliches Schleusernetz durchgeführt. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg vollstreckten die Einsatzkräfte einen Haftbefehl sowie vier richterliche Durchsuchungsbeschlüsse an insgesamt sechs Objekten.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein italienischer Staatsangehöriger, der im Verdacht steht, die gewerbsmäßige Einschleusung von überwiegend dominikanischen, venezolanischen und kolumbianischen Staatsangehörigen nach Deutschland organisiert zu haben.

Frauen sollen im Rotlichtmilieu gearbeitet haben

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler sollen die Frauen nach ihrer Einreise nach Deutschland einer illegalen Tätigkeit im Prostitutionsgewerbe nachgegangen sein.
Der Beschuldigte soll dabei als zentraler Ansprechpartner fungiert haben. Ihm wird vorgeworfen, den Frauen sogenannte Modellwohnungen an mehreren Standorten im Hamburger Stadtgebiet zur Ausübung der Prostitution vermietet zu haben.
Darüber hinaus soll er gegen Bezahlung die Werbung für die von den Frauen angebotenen Dienstleistungen organisiert haben. Dafür nutzte er nach bisherigen Erkenntnissen überwiegend einschlägige Internetportale.

Touristenaufenthalt vorgetäuscht

Nach Angaben der Bundespolizei täuschten die Frauen bei ihrer Einreise in den Schengenraum regelmäßig einen touristischen Aufenthalt vor. Anschließend reisten sie nach Hamburg und sollen dort die Vermittlungsdienste des Beschuldigten genutzt haben.
Durch dieses Vorgehen soll sich der Mann einen erheblichen Vermögensvorteil verschafft haben.

13 mutmaßlich unerlaubt aufhältige Frauen angetroffen

Während der Einsatzmaßnahmen trafen die Ermittler 13 Frauen sowie eine weitere Person an, die sich nach derzeitigem Stand wahrscheinlich unerlaubt im Bundesgebiet aufhalten.
Zudem stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Datenträger, Mobiltelefone, Dokumente sowie mehrere hochwertige Luxusuhren sicher. Außerdem wurden 20.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.
Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel soll weitere Erkenntnisse über die mutmaßlichen Schleusungen und mögliche weitere Tatbeteiligte liefern.

Ermittler sprechen von bedeutendem Erfolg

Der Einsatzleiter der Bundespolizei, Helgo Martens, bewertete den Einsatz als Erfolg. Nach seinen Angaben sei es den Ermittlern von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft gelungen, ein komplexes und zugleich gewinnträchtiges kriminelles Geschäftsmodell aufzudecken und zu unterbinden.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Bundespolizeidirektion Hannover

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