Hamburg – Chemikalien zur Herstellung von Pyrotechnik sichergestellt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock, AL-U-MA)
Bei einer Durchsuchung in Hamburg-Bramfeld hat das Landeskriminalamt rund 50 Kilogramm Chemikalien sowie selbstgebaute pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Gegen einen 40-jährigen Mann wird ermittelt.
In Hamburg-Bramfeld hat die Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung zahlreiche Chemikalien und pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Die Ermittlungen richten sich gegen einen 40-jährigen Mann.
Die Durchsuchung fand am 13. März 2026 gegen 07:15 Uhr in der Baumstraße statt. Ermittler des Landeskriminalamts für Sprengstoffdelikte (LKA 75) vollstreckten dort einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss.
Verdacht nach Online-Käufen
Die Fachdienststelle war zuvor über eine Online-Verkaufsplattform darauf aufmerksam geworden, dass der Mann größere Mengen verschiedener Grundstoffe gekauft hatte. Dabei handelte es sich um Stoffe, die – teilweise auch erlaubnisfrei – zur Herstellung explosionsgefährlicher Stoffe oder pyrotechnischer Gegenstände verwendet werden können.
Da der 40-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen keine sprengstoffrechtliche Erlaubnis besitzt und der Verdacht bestand, dass er illegale Pyrotechnik herstellen könnte, beantragte das LKA in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hamburg einen Durchsuchungsbeschluss.
50 Kilogramm Grundstoffe im Keller
Bei der Durchsuchung des Kellers eines Einfamilienhauses stellten die Beamten etwa 50 Kilogramm verschiedener chemischer Grundstoffe sicher, die zur Herstellung explosionsgefährlicher Stoffe geeignet sind.
Darüber hinaus fanden die Ermittler:
- selbstgefertigte pyrotechnische Effektsätze und Knallkörper
- ein industriell gefertigtes Mahlwerk
- Füllmaterial für sogenannte Kugelbomben
Der 40-jährige Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort wieder entlassen.
Die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden dauern weiterhin an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Hamburg