(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei )
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Hamburg ist am Samstagmorgen, 31.01.2026, ein Mann ums Leben gekommen. Nach einer Flucht vor einer Verkehrskontrolle kollidierte ein BMW auf der Kennedybrücke frontal mit einem Transporter. Mehrere Personen wurden lebensgefährlich verletzt.
Am 31.01.2026 gegen 06:20 Uhr ereignete sich in Hamburg-St. Georg auf der Kennedybrücke nahe dem Ferdinandstor ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Kleintransporter.
Zuvor wollte eine Funkstreifenwagenbesatzung eine allgemeine Verkehrskontrolle durchführen.
Nach derzeitigen Erkenntnissen fiel den Einsatzkräften ein BMW auf, der vom Doormannsweg in die Fruchtallee in Richtung stadteinwärts einbog. In Höhe des Eppendorfer Wegs zeigten die Beamten dem Fahrzeug Anhaltesignale.
Der Fahrer beschleunigte daraufhin stark und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Innenstadt.
Während der Flucht kollidierte der BMW in der Straße An der Verbindungsbahn mit einem Kantstein, setzte seine Fahrt anschließend über die Edmund-Siemers-Allee, die Straße Alsterglacis sowie die Kennedybrücke fort und berührte dort erneut einen Kantstein.
Trotz mehrerer riskanter Überholmanöver kam es schließlich auf der Kennedybrücke unweit der Straße Ferdinandstor zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Mercedes-Transporter auf dessen Fahrstreifen im Gegenverkehr.
Bei dem Unfall wurden der 18-jährige Fahrer des BMW, ein afghanischer Staatsangehöriger, sowie sein 35-jähriger Beifahrer lebensgefährlich verletzt.
Die eingesetzten Funkstreifenwagenbesatzungen leisteten umgehend Erste Hilfe. Der 35-Jährige war unmittelbar reanimationspflichtig. Eine Rettungswagenbesatzung und ein Notarzt übernahmen die weitere Versorgung und transportierten ihn unter laufender Reanimation in ein Krankenhaus, wo er wenig später verstarb.
Der 18-Jährige, der nach bisherigen Erkenntnissen nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, wurde ebenfalls mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Gesundheitszustand ist derzeit unverändert.
Der 28-jährige Fahrer des Mercedes-Transporters erlitt ebenfalls Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand gilt als stabil.
Ein Verkehrsunfall-Team der Verkehrsdirektion (VD 2) übernahm die Unfallaufnahme. Zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens wurde ein Sachverständiger hinzugezogen und ein 3D-Scanner eingesetzt.
In diesem Zusammenhang kam es vorübergehend zu einer Vollsperrung der Kennedybrücke in beiden Fahrtrichtungen.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr Hamburg / Polizei Hamburg