Hamburg – Mann nach Messerangriff auf Campingplatz in Lebensgefahr
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Auf einem Campingplatz in Hamburg-Ochsenwerder ist ein 66-jähriger Mann bei einem Messerangriff lebensgefährlich verletzt worden. Sein Bruder wurde noch am Tatort festgenommen und sitzt inzwischen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.
Streit auf Campingplatz eskaliert
Auf einem Campingplatz am Ochsenwerder Elbdeich in Hamburg-Ochsenwerder ist es am Freitagabend zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei Brüdern gekommen. Ein 66-jähriger Mann erlitt dabei lebensgefährliche Stichverletzungen.
Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten die Brüder im Alter von 65 und 66 Jahren gegen 19.33 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der jüngere Bruder ein Messer gezogen und mehrfach auf den Älteren eingestochen haben.
Zeugen greifen ein
Zeuginnen und Zeugen wurden auf den Streit aufmerksam, griffen ein und alarmierten Feuerwehr sowie Polizei.
Nach Medienberichten erlitt das Opfer eine Stichverletzung im Oberkörper. Ein Notarzt wurde unter anderem mit einem Rettungshubschrauber zum Campingplatz am Hohendeicher See gebracht. Nach der Erstversorgung transportierte ein Rettungswagen den Schwerverletzten in ein Krankenhaus.
Dort wurde der 66-Jährige notoperiert. Nach Angaben der Polizei hat sich sein Zustand inzwischen stabilisiert.
Tatverdächtiger noch am Tatort festgenommen
Die alarmierten Polizeikräfte nahmen den deutschen Tatverdächtigen noch auf dem Campingplatz vorläufig fest.
Fotos vom Einsatz zeigen den Mann barfuß, in kurzer Hose und einem weißen T-Shirt bei seiner Festnahme. Seine Hände waren auf dem Rücken gefesselt und mit Papiertüten gesichert, um mögliche Spuren zu erhalten.
Der Campingplatz sowie der Bereich um den Wohnwagen wurden weiträumig abgesperrt. Ermittler sicherten Spuren und befragten Zeugen.
Untersuchungshaft angeordnet
Die ersten Ermittlungen führte der Kriminaldauerdienst (LKA 26). Noch am Abend übernahm die Mordkommission (LKA 41) gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Hamburg die weiteren Ermittlungen.
Nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete am Samstag Untersuchungshaft wegen des Verdachts des versuchten Totschlags an.
Warum der Streit zwischen den Brüdern eskalierte, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.