Passanten entdeckten in Hamm einen Hund in einem in der Sonne geparkten Auto und alarmierten die Polizei. Die Einsatzkräfte befreiten das Tier aus dem Wagen und übergaben es einem Tierasyl. Gegen den Halter wird nun ermittelt.
Die Polizei Hamm hat am Montagvormittag (22.06.2026) einen Hund aus einem aufgeheizten Auto gerettet.
Passanten hatten das Tier gegen 10:20 Uhr in einem auf der Werler Straße geparkten Fahrzeug entdeckt und die Polizei verständigt. Der Wagen stand auf dem Seitenstreifen in der prallen Sonne.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, bemerkten sie durch die Fahrzeugscheiben einen augenscheinlich schlechten Allgemeinzustand des Hundes. Zudem ergaben Zeugenaussagen, dass sich das Tier bereits seit mehr als einer Stunde in dem Fahrzeug befunden haben soll.
Da der Halter zunächst nicht ausfindig gemacht werden konnte und sich der Zustand des Hundes verschlechtert hatte, entschlossen sich die Beamten zum Eingreifen.
Für den Fahrzeughalter hatte dies noch glimpfliche Folgen: Eine Fahrzeugtür war unverschlossen, sodass die Einsatzkräfte den Hund ohne Beschädigungen am Auto befreien konnten. Wäre das Fahrzeug verschlossen gewesen, hätte die Polizei nach eigenen Angaben eine Scheibe einschlagen müssen.
Nach der Rettung wurde der Hund an ein hinzugezogenes Tierasyl übergeben, das sich zunächst um das Tier kümmerte.
Später konnten die Beamten Kontakt zu dem 50-jährigen Hundehalter aufnehmen. Nach Angaben der Polizei zeigte sich dieser trotz eindringlicher Belehrung uneinsichtig und wenig verständnisvoll.
Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz ermittelt.
Die Polizei weist darauf hin, dass sich Fahrzeuge bereits nach kurzer Zeit auf lebensgefährliche Temperaturen aufheizen können. Haustiere sollten deshalb auch bei geöffneten Fenstern oder vorhandenen Wassernäpfen niemals im geparkten Auto zurückgelassen werden.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Hamm