Heilbronn – Vermisste 29-Jährige tot in Schweden aufgefunden
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Eine seit Ende Juli vermisste 29-Jährige aus Heilbronn wurde tot in der schwedischen Region Kalmar aufgefunden. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Ihr 33-jähriger Lebensgefährte wurde aufgrund eines europäischen Haftbefehls in Untersuchungshaft.
Die seit Sonntag, 26. Juli 2026, vermisste 29-Jährige aus Heilbronn wurde tot in Schweden aufgefunden. Es besteht der Verdacht, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.
Angehörige hatten nach zuletzt am 23. Juli ein Lebenszeichen von der 29-Jährigen erhalten. Demnach hatte sie am Abend ihre Wohnung für einen Spaziergang verlassen. Drei Tage später meldete ihre Mutter sie bei der Polizei als vermisst. Zu Beginn der Suche konnte nach den damaligen Informationen auch eine hilflose Lage nicht ausgeschlossen werden.
Nachdem die Mutter des Opfers ihre Tochter als vermisst gemeldet hatte, übernahm die Kriminalpolizeidirektion Heilbronn die Ermittlungen im Vermisstenfall.
Ermittlungen führten nach Schweden
Im Zuge der Recherchen wurde unter anderem bekannt, dass sich die 29-Jährige im Juli gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten im Urlaub in Schweden aufgehalten haben soll. Die beiden sollen sich dort in der Region Kalmar im Südosten des Landes aufgehalten haben.
Daraufhin nahmen die deutschen Ermittler Kontakt zu den schwedischen Behörden auf.
Frauenleiche am 7. August gefunden
Am 7. August wurde in der schwedischen Region Kalmar ein weiblicher Leichnam aufgefunden. Wo genau die Tote entdeckt wurde, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Es ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass die Frau gewaltsam getötet wurde. Die schwedische Staatsanwaltschaft eröffnete deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen eines Tötungsdelikts.
Aufgrund des wenige Tage zuvor aus Deutschland eingegangenen Ermittlungsersuchens wegen der vermissten 29-Jährigen wurden weitere Überprüfungen vorgenommen.
Inzwischen konnte die Tote zweifelsfrei als die vermisste 29-Jährige aus Heilbronn identifiziert werden. Wie die Frau ums Leben kam, wurde bislang nicht mitgeteilt.
Lebensgefährte unter dringendem Tatverdacht
Durch intensive Ermittlungen und die Abstimmung zwischen den deutschen und schwedischen Behörden ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Beteiligung des Lebensgefährten der Getöteten.
Der 33-Jährige steht unter dringendem Tatverdacht. Angaben zu einem möglichen Motiv oder zu den genauen Hintergründen der Tat liegen bislang nicht vor.
Die schwedischen Behörden erließen am 14. August einen europäischen Haftbefehl gegen den Mann.
Festnahme im Landkreis Karlsruhe
Nach dem Erlass des europäischen Haftbefehls wurden umgehend Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Noch am selben Tag konnte der 33-Jährige in der Nähe seines Wohnortes im Landkreis Karlsruhe festgenommen werden.
Der Beschuldigte befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe handelt es sich bei dem festgenommenen 33-Jährigen um einen deutschen Staatsangehörigen. Er soll für die weiteren Ermittlungen nach Schweden ausgeliefert werden.
Sollte der Beschuldigte von einem schwedischen Gericht verurteilt werden, würde eine verhängte Haftstrafe nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe in Deutschland vollstreckt.
Die Umstände und Hintergründe des mutmaßlichen Tötungsdelikts sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Diese werden auch durch die schwedische Kriminalpolizei geführt und dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Heilbronn / Staatsanwaltschaft Karlsruhe