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Henstedt-Ulzburg – Großbrand auf landwirtschaftlichem Gehöft

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Eine Lagerhalle steht in der Nacht in Flammen. Große Feuersäulen schlagen aus dem Dach, während dichter Rauch aufsteigt.
Das Reetdachhaus und die angrenzenden Stallungen standen beim Eintreffen in Vollbrand. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Segeberg)

Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Henstedt-Ulzburg sind Stallungen und ein angrenzendes Reetdachhaus in Vollbrand geraten. Zwei Menschen wurden aus dem Gebäude gerettet, insgesamt kamen vier Personen ins Krankenhaus. Für 30 Kälber kam jede Hilfe zu spät.

Am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, kam es in den späten Abendstunden zu einem Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen an der Kadener Chaussee in Henstedt-Ulzburg. Gegen 22:25 Uhr meldeten mehrere Anrufer der Kooperativen Regionalleitstelle West Elmshorn eine starke Rauchentwicklung auf einem landwirtschaften Betrieb.
Gemäß der gültigen Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) wurde die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg mit dem Einsatzstichwort "FEU G" (Feuer, größer als Standard) alarmiert.
Mehrere Feuerwehrleute kämpfen gegen einen ausgebrochenen Brand in einem Gebäude. Sie verwenden einen Schlauch, um das Feuer zu löschen.
Rund 150 Einsatzkräfte waren bei dem Großbrand in Henstedt-Ulzburg im Einsatz. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Segeberg)

Zwei Personen aus Gebäude gerettet

Bereits auf der Anfahrt war eine erhebliche Rauchentwicklung sowie heller Feuerschein über dem Einsatzgebiet sichtbar. Bei Eintreffen der ersten Kräfte standen die Stallungen sowie das angrenzende Reetdachhaus in Vollbrand.
Aufgrund von Hinweisen durch Anwohner bestand zunächst der Verdacht, dass sich noch Personen im Gebäude befinden könnten. Aufgrund dieser Informationen wurde sofort das Einsatzstichwort auf "FEU 2 Y" (Feuer, 2 Löschzüge, Menschenleben in Gefahr) erhöht und somit die komplette Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg alarmiert.
Die Feuerwehr führte umgehend gezielte Suchmaßnahmen zur Menschenrettung durch und konnte zwei Personen aus dem Gebäude retten. Diese wurden an den Rettungsdienst übergeben. Zwei weitere Personen hielten sich im Außenbereich auf und wurde ebenfalls vom Rettungsdienst versorgt. Alle vier Personen wurden zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus transportiert.
Mehrere Feuerwehrleute kämpfen gegen einen ausgebrochenen Brand in einem Gebäude. Sie verwenden einen Schlauch, um das Feuer zu löschen.
Rund 150 Einsatzkräfte waren bei dem Großbrand in Henstedt-Ulzburg im Einsatz. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Segeberg)

Rund 150 Einsatzkräfte bei Brandbekämpfung

Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Feuers wurde das Einsatzstichwort im Verlauf auf "FEU 4" (Feuer, vier Löschzüge) erhöht und die freiwilligen Feuerwehren aus Alveslohe und Kaltenkirchen zur Löschhilfe alarmiert. Die Feuerwehren aus Alveslohe und Kaltenkirchen unterstützten unter anderem beim Aufbau der Wasserversorgung, die sich in dem Bereich als erschwert darstellte. Daher musste eine Wasserförderung über weite Wegstrecken eingerichtet werden, um eine kontinuierliche Löschwasserversorgung sicherzustellen.
Die Brandbekämpfung erfolgte ausschließlich im Außenangriff mittels neun handgeführten C-Strahlrohren sowie zwei Wenderohren über die Hubrettungsgeräte aus Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen. Die Einsatzschwerpunkte lagen auf der gezielten Brandbekämpfung sowie dem Schutz benachbarter Gebäudeteile und der Verhinderung eines Übergreifens auf weitere Bereiche des landwirtschaftlichen Anwesens.
Durch das technische Hilfswerk wurden Teile des Gebäudes eingerissen und abgetragen, so dass Glutnester und Teile des noch brennenden Reet abgelöscht werden konnte. Zur Unterstützung des THWs wurde zudem noch ein privates Unternehmen mit entsprechenden Baggern hinzugezogen.
Als Ablöse einzelner Feuerwehrkräfte wurde gegen 4:49 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Ellerau zur Einsatzstelle alarmiert.
Ein Feuerwehrfahrzeug steht in der Nacht vor einem brennenden Gebäude mit starker Rauchentwicklung. Blaulicht ist zu sehen.
Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen unter anderem über zwei Hubrettungsgeräte. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Segeberg)

Zwei Feuerwehrleute verletzt und 30 Kälber tot

Im Einsatzverlauf wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Beide konnten vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt werden und mussten nicht in ein Krankenhaus transportiert werden.
Für 30 Kälber kam leider jede Hilfe zu spät. Das Veterinäramt hat hierzu entsprechende Maßnahmen getroffen.
Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehrverband Segeberg

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