Höchst im Odenwald – Festnahmen nach Fund eines Toten (30)
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Symbolbild (Bildquelle: Polizei Kanton Solothurn)
Am Dienstagmittag, 09.12.2025, wurde ein 30-jähriger Mann leblos am Ortsrand von Mümling-Grumbach (HE) aufgefunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Eine Mordkommission mit über 30 Kräften ermittelt, ein Hinweistelefon wurde eingerichtet.
Ermittlungen nach Leichenfund
Am 17.03.2026 nachdem am 9. Dezember 2025 ein 30-jähriger Mann am Ortsrand des Höchster Ortsteils Mümling-Grumbach in der Nähe seines Fahrzeugs tot aufgefunden wurde, ermittelten die Staatsanwaltschaft und die nach dem Tötungsdelikt vom Polizeipräsidium Südhessen eingerichtete Mordkommission "Forest" in den vergangenen Monaten sehr umfangreich, akribisch und intensiv, um die Hintergründe des Tatgeschehens aufzuklären.
Zwischenzeitlich arbeiteten über 30 Beamtinnen und Beamte an dem Fall. Der 30-jährige, der zuletzt im Groß-Umstädter Stadtteil Heubach wohnhaft war, wurde zuvor von Familienangehörigen als vermisst gemeldet. Eine Obduktion ergab, dass er gewaltsam zu Tode kam.
Erster Tatverdächtiger in Haft
Schon kurz nach dem Leichenfund erhärtete sich der Verdacht gegen einen Mann aus Breuberg. Gegen den 24-jährigen erließ das Amtsgericht Darmstadt auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits am 10. Dezember 2025 einen Untersuchungshaftbefehl. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Neben dem 24-Jährigen konnten unter anderem mittels Spurenauswertungen am Tatort und der Auswertung von Videoaufzeichnungen vier weitere Männer im Alter von 29 bis 35 Jahren als weitere Tatverdächtige ermittelt werden.
Festnahmen im Ausland
Im Zuge der Untersuchungen erlangten die Ermittler Erkenntnisse, wonach sich die vier mutmaßlichen Mittäter nach Spanien abgesetzt haben könnten. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt erwirkte daraufhin europaweite Haftbefehle die nun vollstreckt wurden.
Durch Rechtshilfeersuchen und mit Unterstützung von Zielfahndern ist es gelungen, die Gesuchten in Spanien (Lloret de Mar, Vidreres und Girona) zu lokalisieren und vorläufig festzunehmen.
Zwei von ihnen wurden am Mittwoch (11. März) nach Deutschland überstellt und befinden sich nach Vorführung beim Amtsgericht Darmstadt nun in Untersuchungshaft. Gegen zwei 29 und 35 Jahre alte Tatverdächtige, die am 2. März und am Donnerstag, den 12. März in Spanien vorläufig festgenommen wurden, werden Auslieferungsverfahren betrieben.
Weitere Ermittlungen
Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und dem exakten Ablauf der Tat sowie zum Tatmotiv dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Südhessen