An einem Fahrzeug in Grasdorf bei Holle wurde ein Sprengsatz entdeckt. Spezialisten der Bundespolizei bestätigten den Fund. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts und des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.
Am Sonntag, 23.08.2026, kam es im Holler Ortsteil Grasdorf zu einem Polizeieinsatz.
Bisherigen Ermittlungen zufolge meldete ein Anwohner gegen 16:45 Uhr einen verdächtigen Gegenstand an einem Fahrzeug. Bei einer anschließenden Überprüfung ergab sich ein Verdacht, dass es sich hierbei um eine unkonventionelle Sprengvorrichtung handeln könnte.
Nach vorliegenden Informationen entdeckte der Bewohner am späten Sonntagnachmittag, dass mehrere Kabel aus der Auspuffanlage eines Fahrzeugs hingen. Der Wagen war nahe einem Fachwerkhaus geparkt, in dem sich ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb befindet. Das Auto soll zu dem Betrieb gehören.
Der Gefahrenbereich wurde umgehend geräumt und abgesperrt.
Im weiteren Verlauf wurde durch einen hinzugezogenen Delaborierer der Bundespolizei bestätigt, dass es sich um eine Sprengvorrichtung handelte.
Sprengsatz auf einem Feld kontrolliert gesprengt
Die Sprengvorrichtung wurde im Laufe der Nacht auf einem Feld bei Grasdorf kontrolliert gesprengt. Ortsbrandmeister Patrick Würfel bestätigte, dass die Explosion offenbar große Wucht hatte.
Sprengstoffspürhund durchsucht abgesperrten Bereich
Der abgesperrte Bereich wurde mit einem Sprengstoffspürhund abgesucht, wobei keine weiteren verdächtigen Gegenstände aufgefunden wurden.
Gegen Mitternacht wurde die Sperrung aufgehoben. Das betroffene Fahrzeug wurde sichergestellt.
Personen wurden nicht verletzt.
Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts
Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt sowie wegen des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion eingeleitet. Diese dauern an.
Ob die Tat dem Besitzer des betroffenen Fahrzeugs galt und welche Hintergründe der Vorfall hat, ist bislang unklar.
Weitere Informationen können aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht kommuniziert werden.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeiinspektion Hildesheim