Mit viel Muskelkraft wurde das Pony schonend befreit. (Bildquelle: Kreisfeuerwehr Oldenburg)
In Hude im Landkreis Oldenburg ist ein 34 Jahre altes Pony in einen Graben gerutscht. Feuerwehrkräfte retteten das geschwächte Tier mit spezieller Großtierrettungsausrüstung. Am Abend starb das Pony jedoch an den Folgen.
Am Sonntagmorgen (01.03.2026) ist im Ortsteil Maibusch in der Gemeinde Hude im Landkreis Oldenburg ein Pony in einen Graben gerutscht und musste von der Feuerwehr gerettet werden.
Gegen 08:42 Uhr wurden die Feuerwehren Hude und Neerstedt in den Kleinen Klosterweg alarmiert. Das 34 Jahre alte Tier war in einen Graben geraten und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Erste Rettungsversuche der Besitzerin gemeinsam mit einem Landwirt blieben erfolglos.
Da es sich um ein Großtier handelte, wurde zusätzlich die Feuerwehr Neerstedt alarmiert, die über eine speziell ausgebildete Fachgruppe für Großtierrettung verfügt. Auch ein Tierarzt war vor Ort und überwachte während der gesamten Rettung den Gesundheitszustand des Tieres.
Die Einsatzkräfte positionierten Rundschlingen unter dem Pony und zogen es vorsichtig auf ein spezielles Rettungsbrett beziehungsweise eine Kunststoffplattform. Mit vereinten Kräften und viel Muskelkraft gelang es den Feuerwehrleuten schließlich, das mehrere hundert Kilogramm schwere Tier aus dem Graben zu ziehen.
Bei der Großtierrettung wird bewusst möglichst viel mit reiner Muskelkraft gearbeitet, um ein besseres Gefühl für Bewegungen des Tieres zu haben und Verletzungen zu vermeiden. Das Tier wird dabei möglichst nicht angehoben, sondern schonend gezogen.
Das Pony war bei der Rettung bereits stark geschwächt und unterkühlt. Nach der erfolgreichen Bergung wurde es wieder in die Obhut der Besitzerin übergeben.
Trotz der Rettung verstarb das Tier am Abend an den Folgen des Unglücks. Neben der Unterkühlung dürfte auch das hohe Alter des Ponys eine Rolle gespielt haben.
Insgesamt waren 37 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hude und Neerstedt im Einsatz. Nach rund einer Stunde konnte der Einsatz beendet werden.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehr Oldenburg