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Ingolstadt – Seniorin verliert 100.000 Euro durch Schockanruf

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Eine ältere Person mit Brille spricht am Telefon und fasst sich mit der anderen Hand besorgt an die Stirn. Sie steht in einem Innenraum, der warm beleuchtet ist.
Symbolbild (Bildquelle: yamasan, Adobe Stock)

Mit einem Schockanruf haben Betrüger eine 79-jährige Frau in Ingolstadt um 100.000 Euro gebracht. Die Täter behaupteten, ihre Tochter habe einen schweren Unfall verursacht und benötige dringend Geld für eine Operation.

Eine 79-jährige Frau ist am Dienstagabend (7. Juli) in Ingolstadt Opfer eines perfiden Schockanrufs geworden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und warnt.
Nach Angaben der Polizei erhielt die Seniorin am frühen Abend einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon.
Ein russisch sprechender Mann behauptete, ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um die Verletzte operieren zu können, würden sofort 50.000 Euro benötigt.
Außerdem forderte der Anrufer die Frau auf, ihre Handys ins Wasser zu werfen.
Nur wenige Minuten später erschien ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift der Seniorin und nahm die in einer Brotzeitbox verpackten Geldscheine entgegen.
Unmittelbar danach meldete sich der Anrufer erneut und verlangte weitere 50.000 Euro, diesmal angeblich für die Versorgung der Verletzungen der Tochter.
Auch diese Geldsumme übergab die 79-Jährige kurze Zeit später an denselben Abholer.

Personenbeschreibung des Geldabholers

  • männlich
  • etwa 165 Zentimeter groß
  • rundes Gesicht
  • schwarz gekleidet
  • Zeugen gesucht

Zeugenaufruf

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die zwischen 20:00 Uhr und 20:20 Uhr im Bereich der Goethestraße zwischen Gutenbergstraße und Kurt-Huber-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter 0841 9343-0 zu melden.

Hinweise der Polizei zum Schutz vor Schockanrufen

  • Beenden Sie Telefonate, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen oder die Identität des Anrufers nicht sicher ist.
  • Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Nutzen Sie bei Unsicherheiten selbst den Notruf – jedoch nicht die Rückruftaste.
  • Rufen Sie betroffene Angehörige immer unter der Ihnen bekannten Telefonnummer an.
  • Sprechen Sie am Telefon niemals über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie die Polizei.
  • Informieren Sie auch Angehörige über diese Betrugsmasche.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Kategorien:

Bayern
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