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Internationaler Schlag gegen Waffen- und Drogenhandel

02.04.2026 | 13:02

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Internationaler Schlag gegen Waffen- und Drogenhandel

Zugriff in mehreren Ländern: Verdächtige festgenommen (Bildquelle: Europol)

Bei einer internationalen Aktion hat Europol ein Waffen- und Drogennetzwerk zerschlagen. Insgesamt wurden 21 Personen festgenommen.

Bei einer internationalen Polizeiaktion unter Beteiligung von Europol ist ein führendes Mitglied der organisierten Kriminalität festgenommen worden. Der als „High-Value Target“ eingestufte Verdächtige wurde am 23. März 2026 im Rahmen koordinierter Einsätze in Spanien, Bulgarien und Griechenland verhaftet.

Waffen gegen Cannabis gehandelt

Das Netzwerk steht im Verdacht, Schusswaffen aus dem Westbalkan und der Türkei in die EU zu schmuggeln und diese im Gegenzug gegen Cannabis einzutauschen. Diese Verbindung zwischen Waffen- und Drogenhandel gilt als besonders gefährlich und treibt die organisierte Kriminalität in mehreren europäischen Ländern an.

Hauptverdächtiger koordinierte Geschäfte

Der mutmassliche Drahtzieher ist ein türkischer Staatsbürger mit Aufenthaltsbewilligung in Griechenland. Er soll sowohl den Waffenschmuggel nach Spanien als auch den Drogenhandel in Europa organisiert haben.

Komplexe Schmuggelstrukturen

Die Ermittlungen begannen im März 2025, nachdem die katalanische Polizei auf illegal eingeführte Waffen aufmerksam wurde. Dabei deckten die Behörden eine strukturierte Lieferkette auf:
  • Waffen aus dem Westbalkan und der Türkei
  • Transport in Fahrzeugen mit versteckten Hohlräumen
  • Verteilung über kriminelle Netzwerke in Europa
Ein Teil der sichergestellten Waffen waren sogenannte „Frankenstein-Waffen“ – zusammengesetzte Schusswaffen aus Originalteilen und selbstgebauten Komponenten, die besonders schwer zurückzuverfolgen sind.
Internationaler Schlag gegen Waffen- und Drogenhandel

Sichergestellte Waffe und Munition (Bildquelle: Europol)

Grosshandel mit Cannabis

Parallel dazu betrieb das Netzwerk einen umfangreichen Cannabishandel. Das Marihuana wurde vor allem in Katalonien produziert und anschließend in Länder wie Griechenland und die Türkei exportiert, wo höhere Preise erzielt werden konnten.
Die Organisation soll in der Lage gewesen sein, bis zu 1,5 Tonnen Marihuana pro Monat zu bewegen. Im Zuge der Ermittlungen wurden rund 550 Kilogramm Marihuana sichergestellt.

Zugriff in mehreren Ländern

Am 23. März griffen die Behörden gleichzeitig zu:
  • Spanien: 18 Festnahmen (u. a. in Barcelona, Mataró und Málaga)
  • Bulgarien: Festnahme des mutmasslichen Anführers in Sofia sowie zwei weiterer Verdächtiger
  • Griechenland: Unterstützung der Operation
Insgesamt wurden 21 Personen festgenommen.

Sicherstellungen

Die Polizei stellte unter anderem sicher:
  • 7 halbautomatische Pistolen und 1 Kriegswaffe
  • Schalldämpfer
  • 587 kg Marihuana und 76 kg Haschisch
  • Drogen im Wert von rund 4,4 Millionen Euro

Rolle von Europol

Europol spielte eine zentrale Rolle bei der Operation. Die Behörde unterstützte die Ermittlungen durch:
  • Analyse und Abgleich von Daten
  • Identifizierung von Schmuggelrouten
  • Koordination der internationalen Zusammenarbeit
  • Auswertung der Netzwerkstrukturen
Der sichere Informationsaustausch zwischen den beteiligten Ländern war entscheidend für den Erfolg der Aktion.

Internationale Zusammenarbeit entscheidend

An der Operation beteiligt waren unter anderem:
  • Bulgarien: Generaldirektion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität
  • Griechenland: Abteilung für organisierte Kriminalität Nordgriechenland
  • Spanien: Nationale Polizei und Mossos d’Esquadra
Die Ermittlungen zeigen deutlich, wie eng Waffen- und Drogenhandel miteinander verknüpft sind – und wie wichtig die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität ist.
Quelle der Polizeinachricht: Europol

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