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Internationales Kokain-Netzwerk zerschlagen – 16 Festnahmen

04.03.2026 | 12:07

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Internationales Kokain-Netzwerk zerschlagen – 16 Festnahmen

Kokain geschmuggelt (Bildquelle: Europol)

Internationale Ermittler haben ein Drogenhandelsnetzwerk mit Verbindungen zum ecuadorianischen Kartell „Los Lobos“ zerschlagen. Bei der Operation wurden 16 Verdächtige festgenommen und mehrere Tonnen Kokain sichergestellt.

Strafverfolgungsbehörden aus Belgien, Ecuador und den Niederlanden haben mit Unterstützung von Europol ein internationales Drogenhandelsnetzwerk zerschlagen, das Verbindungen zum ecuadorianischen Kartell „Los Lobos“ haben soll. Insgesamt wurden 16 Verdächtige festgenommen, darunter eine besonders wichtige Zielperson.
Die Ermittlungen begannen im Januar 2025 und deckten neben dem Kokainhandel auch ein komplexes System aus Geldwäsche und Korruption auf. Mehr als 100 Polizeibeamte sowie rund 40 Vertreter der Justizbehörden waren an der Operation beteiligt.
Bereits im Vorfeld konnten bei mehreren Einsätzen grosse Mengen Kokain sichergestellt werden – insgesamt rund vier Tonnen. Darunter 572 Kilogramm in Ecuador, 2,6 Tonnen im Februar 2025 im niederländischen Hafen Vlissingen, 1,1 Tonnen im Juni 2025 in Rotterdam sowie 3,165 Tonnen in Belgien.
Internationales Kokain-Netzwerk zerschlagen – 16 Festnahmen

Bargeld und Schmuck sichergestellt (Bildquelle: Europol)

Am Aktionstag wurden zudem 26 Hausdurchsuchungen durchgeführt. Die Behörden beschlagnahmten vier Handfeuerwaffen, zwei Gewehre, mehrere Fahrzeuge sowie rund 810'000 US-Dollar Bargeld. Vier weitere Verdächtige wurden zur Vernehmung vorgeladen.
Nach Angaben der Ermittler operierte das Netzwerk von Guayaquil und Machala in Ecuador aus. Der Kokainhandel nach Europa lief über Obstexportfirmen, die als Tarnung dienten. Die Drogen wurden in Kühlcontainern mit Früchten versteckt und so über See nach Europa geschmuggelt.
Die Ermittlungen ergaben ausserdem Verbindungen zu einer albanischen Drogenorganisation, deren Mitglieder nach Ecuador reisten, um Lieferungen zu organisieren. Nach der Ankunft in Europa wurden die Drogen über ein logistisches Netzwerk verteilt.
Europol unterstützte die Operation unter anderem durch Analysearbeit, Informationsaustausch und operative Koordination. Ziel der internationalen Zusammenarbeit ist es, grosse Kokainhandelsnetzwerke zwischen Lateinamerika und Europa zu zerschlagen.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle der Nachricht: Europol

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