Kaiserslautern – Frau nach "Glücksritual" um Bargeld betrogen
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Symbolbild (Bildquelle: Polizeiinspektion Celle)
Am 7. Mai 2026 wurde eine 62-jährige Frau im Stadtgebiet Opfer eines ungewöhnlichen Betrugs, nachdem ihr zwei Frauen ein angebliches Glücks- und Gesundheitsritual angeboten hatten. Nach dem „Ritual“ fehlte Bargeld in vierstelliger Höhe.
Die Notlage einer Frau aus dem Stadtgebiet Kaiserslautern haben Trickdiebinnen am Mittwoch schamlos ausgenutzt. Wie die 62-Jährige am Donnerstag bei der Kripo anzeigte, war sie zunächst auf ein betrügerisches Hilfsangebot der Unbekannten hereingefallen.
Demnach hatte eine der Täterinnen sie an einer Bushaltestelle in ihrer Landessprache angesprochen und vorgegeben, die 62-Jährige zu kennen. Die Fremde hatte auch tatsächlich einige Informationen über die Frau und wusste von der schweren Erkrankung eines Familienmitgliedes.
Die Unbekannte bot der Frau die Durchführung eines "Rituals" an, das angeblich "Glück und Gesundheit" für die Familie bringen solle. Dazu wurden verschiedene Gegenstände aus der Wohnung der 62-Jährigen benötigt, darunter auch Bargeld. Allerdings war das Geld nach dem vermeintlichen "Ritual" verschwunden - was die Betrogene aber erst bemerkte, nachdem die beiden unbekannten Frauen abgezogen waren. Es entstand ein Schaden in vierstelliger Höhe.
Von den mutmaßlichen Trickdiebinnen liegt folgende Beschreibung vor:
Die "Hauptakteurin" ist etwa 55 bis 60 Jahre alt, ungefähr 1,60 bis 1,65 Meter groß und sprach akzentfrei Russisch. Sie hat kurze schwarze Haare, war stark geschminkt und hatte lange, spitze Fingernägel. Bekleidet war die Frau mit einer schwarzen Jacke, schwarzen Hose, schwarzen Schuhen und einem weißen Schal.
Die zweite Frau, die dazukam, ist ungefähr 46 Jahre alt und ebenfalls 1,60 bis 1,65 Meter groß. Sie hat lange Haare, die zu einem Zopf geflochten waren, und sprach Russisch mit Akzent. Ihre Kleidung zur Tatzeit: eine dunkelgraue/grüne Jacke, Jeans und weiße Sportschuhe.
Zeugenaufruf
Zeugen, denen die beiden Tatverdächtigen im Stadtgebiet aufgefallen sind, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 369-13312 bei der Kriminalpolizei zu melden.