Kamen – Polizei stoppt Lkw mit ungesicherter Ladung auf der A44
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Auf der A44 in Richtung Dortmund hat die Polizei einen niederländischen Lkw mit verrutschten Heuballen gestoppt. Zudem überschritt das Gespann die zulässige Fahrzeughöhe um 28 Zentimeter.
Ein niederländischer Lastwagen mit Anhänger hat am Donnerstag, 29. Oktober 2026, auf der Autobahn 44 für einen Polizeieinsatz gesorgt. Mehrere große Heuballen waren auf der Ladefläche verrutscht und drohten auf die Fahrbahn zu fallen.
Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer bemerkte die gefährliche Ladung und verständigte gegen 13.40 Uhr die Polizei.
Heuballen nur noch von Spanngurten gehalten
Der Lkw war auf der A44 in Richtung Dortmund unterwegs. Einsatzkräfte der Autobahnpolizei konnten das Gespann im Bereich des Kamener Kreuzes anhalten und kontrollieren.
Dabei bestätigte sich die Meldung des Zeugen.
Die auf dem Anhänger transportierten Rundballen waren bereits deutlich nach rechts verrutscht. Nach Einschätzung der Beamten verhinderten offenbar nur noch die Spanngurte, dass die Heuballen auf die Autobahn stürzten.
Herabfallende Ballen hätten eine erhebliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen können.
Lkw war 28 Zentimeter zu hoch
Bei der weiteren Kontrolle stellten die Polizisten einen zusätzlichen Verstoß fest.
Der Lastwagen samt Ladung hatte eine Gesamthöhe von rund 4,28 Metern. Damit überschritt das Gespann die zulässige Fahrzeughöhe von vier Metern um etwa 28 Zentimeter.
Eine solche Überschreitung kann insbesondere beim Durchfahren von Unterführungen oder unter Brücken gefährlich werden.
Polizei untersagt Weiterfahrt
Für den 50-jährigen niederländischen Fahrer war die Fahrt zunächst beendet.
Die Beamten untersagten ihm die Weiterfahrt, bis die Ladung ordnungsgemäß gesichert und die zulässige Fahrzeughöhe eingehalten wurde.
Der verantwortliche Transportunternehmer schickte daraufhin einen weiteren Lastwagen und einen Gabelstapler zur Kontrollstelle.
Mithilfe der zusätzlichen Fahrzeuge wurde ein Teil der Heuballen umgeladen. Anschließend konnten sämtliche Rundballen vorschriftsmäßig gesichert werden.
Anzeigen gegen Fahrer und Unternehmen
Die Polizei leitete sowohl gegen den 50-jährigen Fahrer als auch gegen den verantwortlichen Transportunternehmer Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Der Fahrer musste zudem vor Ort eine Sicherheitsleistung hinterlegen.
Die Polizei weist darauf hin, dass Ladung vor Fahrtantritt ausreichend gesichert werden muss. Neben dem Gewicht und der Verteilung der Ladung müssen auch die zulässigen Fahrzeugmaße eingehalten werden.