Kassel – Acht Tonnen Cashewkerne wegen Salmonelle sichergestellt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Acht Tonnen Cashew-Kerne wurden wegen Salmonellen beschlagnahmt. (Bildquelle: Hauptzollamt Gießen)
Am 13.02.2026 stoppte das Zollamt Kassel zwei größere Warensendungen. Acht Tonnen Cashewkerne aus der Elfenbeinküste sowie drei Tonnen Kosmetikprodukte wurden wegen fehlender Nachweise und möglicher Gesundheitsgefahren nicht freigegeben. Die zuständigen Überwachungsbehörden prüfen die Waren.
Bedienstete des Zollamtes Kassel haben am 13.02.2026 zwei große Sendungen mit Lebensmitteln und Kosmetikprodukten gestoppt.
Eine Einfuhrsendung von acht Tonnen Cashewkernen aus der Elfenbeinküste erweckte bei den Zöllnerinnen und Zöllnern besondere Aufmerksamkeit. Bei der Anmeldung fehlte ein erforderliches Gesundheitszeugnis für die Ware. Darüber hinaus lagen dem Zollamt Informationen über eine mögliche Belastung mit Salmonellen bei Cashewnüssen aus der Elfenbeinküste vor.
Die Zöllner inspizierten die teilweise beschädigten 50 Kartons genauer und stellten einen auffälligen, modrigen Geruch fest. Um eine mögliche Verbrauchergefährdung auszuschließen, stoppten sie die für einen Lebensmittelhändler in Bayern bestimmte Sendung und schalteten die zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde (Veterinäramt) ein.

Drei Tonnen Kosmetik wurden wegen des Stoffes Kojisäure gestoppt. (Bildquelle: Hauptzollamt Gießen)
Auch eine Sendung aus Großbritannien mit drei Tonnen verschiedener Kosmetikprodukte aus unterschiedlichen Ursprungsländern wurde überprüft. Dabei ergab sich der Verdacht, dass Produkte zur Hautaufhellung einen Anteil von Kojisäure enthalten könnten, der über den in der EU zulässigen Grenzwerten liegt.
Zudem fehlte eine genaue Angabe des Inhaltsstoffs. Darüber hinaus wiesen die Produkte keine deutsche Verbraucherinformation auf, was einen Verstoß gegen die EU-Kosmetikverordnung darstellt.
Auch hier wurde die zuständige Überwachungsbehörde für kosmetische Mittel eingeschaltet. Bis zur endgültigen Bewertung dürfen die Waren nicht weitertransportiert oder in Verkehr gebracht werden.
Da täglich tausende Sendungen den deutschen Markt erreichen, setzt der Zoll auf risikoorientierte Auswahlverfahren unter Berücksichtigung von Herkunft, Warenart, Dokumentenlage und Erfahrungswerten.
Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt Gießen