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Köln – Mann mit 450 Gramm Kokain und 300 Gramm Heroin im Körper

06.03.2026 | 16:50

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Köln – Mann mit 450 Gramm Kokain und 300 Gramm Heroin im Körper

Hier verteilen sich die Bodypacks im Magen und Darm. (Bildquelle: Hauptzollamt Köln)

Der Zoll hat einen 31-jährigen Mann mit großen Mengen Kokain und Heroin im Körper gestoppt. Die Kontrolle fand am 06.02.2026 in einem Zug auf der Strecke von Düsseldorf nach Salzburg statt. Insgesamt schluckte der Mann 75 sogenannte Bodypacks mit einem Straßenverkaufswert von rund 50.000 Euro.

Vor vier Wochen, am 06.02.2026, kontrollierte der Kölner Zoll einen 31-jährigen Italiener in einem Zug auf dem Weg von Düsseldorf nach Salzburg.
Aufgrund widersprüchlicher Aussagen zu einem angeblichen Familienbesuch, seines nervösen Verhaltens und des auffallend geringen Gepäcks wurde an den Handinnenflächen ein Drogenwischtest durchgeführt. Dieser reagierte positiv auf Kokain.
Köln – Mann mit 450 Gramm Kokain und 300 Gramm Heroin im Körper

Sichergestellte Drogen in sog. Bodypacks. (Bildquelle: Hauptzollamt Köln)

Eine anschließende Röntgenaufnahme in einem nahegelegenen Krankenhaus bestätigte den Verdacht der Zollbeamten. Der komplette Magen-Darm-Trakt des Mannes war mit Drogenpäckchen, sogenannten Bodypacks, gefüllt.
Nach dem Ausscheiden unter medizinischer Begleitung stellte sich heraus, dass der Italiener insgesamt 75 dieser Bodypacks geschluckt hatte.
Köln – Mann mit 450 Gramm Kokain und 300 Gramm Heroin im Körper

Mit Röntgenaufnahmen bestimmen die Zöllner die Menge der Bodypacks. (Bildquelle: Hauptzollamt Köln)

Die sichergestellten Drogen – fast 450 Gramm Kokain und rund 300 Gramm Heroin – haben einen geschätzten Straßenverkaufswert von rund 50.000 Euro.
Nach seiner Festnahme wurde der Mann an das Zollfahndungsamt Essen übergeben. Die Ermittlungen dauern an.

Flughafen Frankfurt bei Körperschmuggel im Fokus

Ein besonders drastischer Fall von Drogenschmuggel wurde 2024 am Flughafen Frankfurt aufgedeckt. Zollbeamte kontrollierten einen Reisenden aus Südamerika, der durch auffälliges Verhalten und widersprüchliche Angaben zu seiner Reise auffiel. Die Beamten schöpften Verdacht und ließen den Mann in ein Krankenhaus bringen.

Dort bestätigte eine Röntgenaufnahme, was die Ermittler bereits vermutet hatten: Der komplette Magen-Darm-Trakt des Mannes war mit Drogenkapseln gefüllt.

Insgesamt hatte der Schmuggler mehr als 100 sogenannte Bodypacks geschluckt. Über mehrere Tage hinweg musste er unter strenger medizinischer Überwachung bleiben, bis alle Päckchen ausgeschieden waren.

Der Fall zeigt eindrücklich, wie gefährlich diese Schmuggelmethode ist. Beim sogenannten Körperschmuggel (Bodypacking) werden Drogen in mehreren Schichten Latex oder Kunststoff verpackt und geschluckt. Reißt nur eine dieser Kapseln im Körper auf, kann die freigesetzte Menge des Betäubungsmittels innerhalb kürzester Zeit tödlich wirken.

Solche Fälle sind selten – zeigen aber, mit welchem Risiko Schmuggler versuchen, Drogen über internationale Flughäfen nach Europa zu bringen.

Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt Köln

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