Königswinter – Autowrack und menschliche Knochen im Rhein gefunden
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach der Bergung eines stark verrosteten Fiat 126 aus dem Rhein bei Königswinter-Niederdollendorf wurden in unmittelbarer Nähe zahlreiche menschliche Knochen entdeckt. Die Bonner Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Ob eine Straftat vorliegt, ist bislang unklar.
Das Rekordniedrigwasser im Rhein brachte Anfang August bei Königswinter-Niederdollendorf ein altes Autowrack zum Vorschein. Feuerwehrkräfte entdeckten den Wagen am 3. August bei einer Kontroll- beziehungsweise Übungsfahrt mit einem Rettungsboot an einer Slipstelle.
Niedrigwasser legt alten Fiat im Rhein frei
Zunächst soll nur ein Teil der Motorhaube sichtbar gewesen sein, weshalb der Fund zunächst für einen größeren Stein gehalten wurde.
Am 18. August ließ das Wasser- und Schifffahrtsamt das Wrack vom Ufer aus mit einem Bagger bergen. Bei dem stark beschädigten und stark korrodierten Fahrzeug handelte es sich um einen Fiat 126, vermutlich aus einer Modellreihe, die zwischen 1976 und 1984 produziert wurde.
Aufgrund des schlechten Zustands des Fahrzeugs konnten keine Hinweise auf den letzten Besitzer festgestellt werden. Nach Einschätzung der Polizei dürfte der Kleinwagen bereits seit vielen Jahren im Rhein gelegen haben.
Bei der Bergung wurde das verrottete Fahrzeug offenbar auch gedreht. Dabei sollen Geröll, Schlamm und Wasser aus dem Wrack herausgefallen sein. Das Fahrzeug blieb anschließend mehrere Tage am Ufer liegen.
Feuerwehrleute entdecken menschliche Knochen
Mehrere Tage nach der Bergung entdeckten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter im Bereich des Wracks beziehungsweise im Schwenkbereich des eingesetzten Baggers Knochen am Rheinufer.
Nach Angaben eines Feuerwehrvertreters begutachteten zunächst drei Einsatzkräfte den ersten Fund und hielten ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit für menschlich. Einen Tag später wurden drei weitere Knochen gefunden und die Polizei verständigt.
Die Polizei bestätigte anschließend, dass die gefundenen Skelettteile menschlichen Ursprungs sind.
Kriminalpolizei und Spurensicherung wurden eingeschaltet. Die Knochen wurden für weitere Untersuchungen in die Rechtsmedizin nach Köln gebracht.
Zusammenhang mit dem Autowrack noch unklar
Die Ermittler wollen nun unter anderem prüfen, ob sich aus den Knochen noch DNA gewinnen lässt und ob sich daraus Hinweise auf die Identität der verstorbenen Person ergeben.
Bislang ist ungeklärt, ob die menschlichen Überreste mit dem Fiat 126 in Zusammenhang stehen. Ebenso ist nicht bekannt, wie das Fahrzeug in den Rhein gelangte und wem es zuletzt gehörte.
Nach vorläufigen Informationen liegt den Ermittlern bislang kein Vermisstenfall vor, der eindeutig zu dem geborgenen Fahrzeug passen würde.
Ein Sprecher der Bonner Polizei erklärte, dass derzeit noch nicht gesagt werden könne, ob eine Straftat vorliege.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Duisburg / Polizei Bonn / Freiwillige Feuerwehr Königswinter