Lauenbrück – Drei Schwerverletzte nach Explosion in Mobilheim
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Eine schwere Explosion hat in einem Mobilheimpark in Lauenbrück ein Gebäude vollständig zerstört. Drei Menschen erlitten schwerste Verletzungen. Rund 100 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.
Eine massive Explosion hat am Dienstagabend, 27. Oktober 2026, ein Mobilheim in Lauenbrück im Landkreis Rotenburg (Wümme) vollständig zerstört. Drei Menschen wurden dabei schwerst verletzt.
Gegen 17.27 Uhr bemerkte die 77-jährige Bewohnerin eines Mobilheims im Mobilheimpark „Aukamp“ plötzlich Gasgeruch. Sie bat daraufhin ihre 71-jährige Nachbarin und den 46-jährigen Hausmeister der Anlage um Hilfe.
Während sich die drei Personen im Mobilheim beziehungsweise auf dem Grundstück aufhielten, ereignete sich eine heftige Explosion. Das Gebäude wurde vollständig zerstört und geriet anschließend in Vollbrand.
Drei Menschen erleiden schwerste Verletzungen
Die Bewohnerin, ihre Nachbarin und der Hausmeister erlitten bei dem Unglück sehr schwere Verletzungen.
Der Rettungsdienst versorgte die Verletzten zunächst an der Einsatzstelle und brachte sie anschließend in Krankenhäuser. Insgesamt waren fünf Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge vor Ort.
Trümmerteile mehrere Meter weit geschleudert
Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, stand das Mobilheim bereits vollständig in Flammen.
Das Ausmaß der Zerstörung war erheblich. Teile der Außenwände lagen mehrere Meter vom ursprünglichen Standort des Gebäudes entfernt.
Durch die Explosion und den anschließenden Brand wurden auch benachbarte Mobilheime und Fahrzeuge beschädigt.
An einem angrenzenden Mobilheim zerbrach durch die starke Hitze eine Fensterscheibe. Ein unmittelbar neben dem Brandobjekt abgestelltes Auto wurde ebenfalls beschädigt.
Rund 100 Feuerwehrkräfte kämpfen gegen die Flammen
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Rund 100 Einsatzkräfte mehrerer Ortsfeuerwehren waren an den Löscharbeiten beteiligt.
Eine besondere Herausforderung stellte die Lage des Mobilheimparks dar. Die Anlage befindet sich außerhalb der Ortschaft in einem abgelegenen Waldgebiet.
Da unmittelbar an der Einsatzstelle nicht genügend Löschwasser zur Verfügung stand, mussten die Feuerwehrleute eine Wasserversorgung über eine längere Strecke aufbauen.
Dafür verlegten sie zahlreiche Schläuche bis zum Brandort.
Trotz der schwierigen Bedingungen gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Mobilheime zu verhindern.
Polizei ermittelt zur Ursache der Explosion
Der entstandene Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 125.000 Euro beziffert.
Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.
Noch ist unklar, wodurch die Explosion ausgelöst wurde. Insbesondere wird untersucht, ob der zuvor von der Bewohnerin wahrgenommene Gasgeruch mit dem Unglück zusammenhängt.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeiinspektion Rotenburg und Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)