Am Montagmorgen (02.02.2026) ist in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude nahe Linau (Kreis Herzogtum Lauenburg) ein Schwelbrand im Dachstuhl ausgebrochen. Der Einsatz gestaltete sich wegen der Metall-Dacheindeckung und starker Glätte durch gefrierendes Löschwasser besonders schwierig.
Gegen 08:18 Uhr am Montagmorgen wurden die Einsatzkräfte in den Ortsteil Linau alarmiert. Dort war es in einem ehemaligen landwirtschaftlichen
Gebäude zu einem Schwelbrand im Dachstuhlbereich gekommen.
Das mit Metallplatten gedeckte Gebäude erschwerte den Löschangriff erheblich: Aufgrund von -7 °C verwandelte sich Löschwasser sofort in Eis und machte die Arbeit auf Dächern und Leitern extrem gefährlich.
Der Außenangriff konnte erst mit Drehleitern durchgeführt werden. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Herzogtum Lauenburg)
Der
Brand konnte zunächst nur von innen bekämpft werden, wodurch sich das
Feuer unter der Dachhaut weiter ausbreiten konnte.
Erst mithilfe nachgeforderter Drehleitern aus Mölln und Großhansdorf sowie einer Drohne mit Wärmebildkamera aus Sandesneben konnte die Dachhaut geöffnet und gezielt gegen Brandnester vorgegangen werden.
Eine Drohe mit Wärmebildkamera machte versteckte Glutnester sichtbar. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Herzogtum Lauenburg)
Insgesamt waren rund 100 Kräfte von
Feuerwehr, Rettungsdienst und THW im Einsatz. Die DLRG Ratzeburg versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Getränken, Snacks und einem beheizten Zelt.
Wegen der Minusgrade mussten Wasserpumpen permanent in Betrieb gehalten werden, um ein Einfrieren zu verhindern. Gefrierendes Wasser wurde mit Streusalz und Bindemittel abgestumpft.
Das Löschwasser auf Leitern und Dach gefror sofort. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Herzogtum Lauenburg)
Personen oder
Tiere kamen nicht zu Schaden. Erste Einheiten konnten gegen 13 Uhr abrücken – der Einsatz dauerte jedoch weiter an.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehrverband Herzogtum Lauenburg