Bei einer groß angelegten Razzia haben Zollfahnder ein mutmaßliches Methamphetamin-Labor in Ludwigsfelde ausgehoben. Sieben Tatverdächtige wurden festgenommen, sechs sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.
Dem Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg ist gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin ein bedeutender Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität gelungen.
Am 15. Juli 2026 deckten Ermittler in Ludwigsfelde ein mutmaßlich illegales Labor zur Herstellung von Methamphetamin auf.
Zeitgleich durchsuchten die Einsatzkräfte 14 weitere Objekte in Berlin und Brandenburg sowie ein weiteres Objekt in Baden-Württemberg. Betroffen waren Wohnanschriften in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Mitte sowie Geschäftsräume in Tempelhof-Schöneberg und Pankow.
Die Ermittlungen richten sich wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen zwölf Beschuldigte im Alter zwischen 19 und 47 Jahren.
Nach Angaben der Ermittler befand sich das Drogenlabor noch in der Aufbauphase. Dennoch stellten die Einsatzkräfte dort bereits rund 30 Kilogramm Methamphetamin sowie fast 50 Liter mutmaßliche Methamphetamin-Base sicher.
Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf fanden die Ermittler außerdem knapp 50 Kilogramm Cannabisprodukte, 32 Kilogramm Ketamin sowie drei scharfe Schusswaffen einschließlich Munition.
Der 21 Jahre alte Hauptbeschuldigte soll für den Betrieb des mutmaßlichen Labors drei mexikanische Staatsangehörige im Alter von 46 und 47 Jahren angeworben haben. Die drei Männer wurden direkt im Labor festgenommen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Erkenntnisse aus einem mutmaßlichen Cannabisschmuggel im Februar 2026. Diese führten die Ermittler im weiteren Verlauf zu dem Labor in Ludwigsfelde.
Während der Razzien wurden insgesamt sieben Beschuldigte vorläufig festgenommen. Sechs Tatverdächtige wurden anschließend einer Haftrichterin in Berlin beziehungsweise Heidelberg vorgeführt. Gegen alle sechs erließ die Justiz Haftbefehle, die in Vollzug gesetzt wurden.
Unterstützt wurden die Maßnahmen unter anderem von der Bundespolizei, dem Bundeskriminalamt, der Analytischen Task Force des Landeskriminalamts Berlin, dem Technischen Hilfswerk sowie einem Spezialeinsatzkommando der Landespolizei Brandenburg, das zwei der Festnahmen durchführte.
An dem Großeinsatz waren mehr als 250 Einsatzkräfte beteiligt. Die Ermittlungen dauern an.