(Symbolbild) (Bildquelle: winterseitler auf Pixabay)
Heute Morgen, am 24. März 2026 sprang im Bahnhof Lübeck ein Mann vor einen anfahrenden Zug und löste eine Schnellbremsung aus. Der 36-Jährige wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angezeigt.
Am 24.03.2026 gegen 01:20 Uhr erhielt das Revier Lübeck der Bundespolizeiinspektion Kiel fernmündlich Kenntnis über eine Person, die im Bahnhof Lübeck vor einen anfahrenden Zug gesprungen sei. Bei Eintreffen einer Streife der Bundespolizei saß ein Mann an der Kante von Bahnsteig 3 und begab sich bei Erkennen der Polizisten dann auf den Bahnsteig.
Die Kundenbetreuerin (KIN) und der Triebfahrzeugführer (TF) des betreffenden Zuges gaben an, dass der Mann mit ihnen zuvor im Zug von Hamburg nach Lübeck mitfuhr. Da der Zug Verspätung hatte, verpasste der Mann jedoch seinen Anschlusszug nach Kiel und ließ seinen Unmut darüber erkennen. Die Kundenbetreuerin bot ihm auf Nachfrage einen Taxischein an.
Das scheiterte demnach dann aber an einem technischen Defekt am Gerät. Der Zug der KIN und des TF stand nun wieder zur Abfahrt Richtung Hamburg an. Der sichtlich verstimmte Mann blieb dabei am Bahnsteig zurück. Bei der Abfahrt sei der Mann dann unvermittelt vor den anfahrenden Zug ins Gleis gesprungen, so dass der TF eine Schnellbremsung einleiten musste und so noch rechtzeitig zum Stehen kam. Zu Schaden kam hierbei niemand.
Zur weiteren Bearbeitung wurde der Mann im Anschluss mit zur Wache der Bundespolizei im Lübecker Bahnhof genommen. Neben der Personalienfeststellung wurde zudem auch eine Amtsärztin zur Begutachtung hinzugezogen. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde der afghanische Staatsangehörige gegen 03:40 Uhr aus den Maßnahmen entlassen und in einen Zug Richtung Eutin begleitet.
Eine spätere Sichtung der Videoüberwachung des Lübecker Hauptbahnhofs bestätigte das Tatverhalten des nunmehr Beschuldigten. Er muss sich nun strafrechtlich wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten.
Quelle der Polizeinachricht: Bundespolizeiinspektion Kiel