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Lüdenscheid – Neugeborenes aus Krankenhaus entführt

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Ein Neugeborenes schläft in den Armen einer Frau. Die Szene wirkt ruhig und behütet.
Neugeborenes - Symbolbild (Bildquelle: blankita_ua (CC0))

Nach der Entführung eines sieben Tage alten Säuglings aus dem Klinikum Lüdenscheid sitzt die dringend tatverdächtige 18-Jährige nicht in Untersuchungshaft, sondern wurde in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Das Baby war kurze Zeit nach der Tat in einem Parkhaus gefunden worden.

Neugeborenes aus Krankenhaus entführt

Am Samstagnachmittag (27.06.2026) ist ein sieben Tage alter Säugling aus dem Klinikum Lüdenscheid entführt worden.
Nach bisherigen Ermittlungen hatte sich eine Frau gegen 15:15 Uhr als Mitarbeiterin des Krankenhauses ausgegeben. Sie trug einen hellblauen Kittel beziehungsweise Kasack und holte den Säugling aus dem Patientenzimmer.

Baby im Parkhaus entdeckt

Gegen 16:10 Uhr fanden Zeugen den Neugeborenen in einem Nebenraum an einem Kassenautomaten des Sterncenter-Parkhauses.
Kurz darauf meldete das Klinikum das Verschwinden des Kindes.
Ein Rettungswagen brachte den Jungen zurück in das Krankenhaus. Nach einer ärztlichen Untersuchung stellten die Ärzte fest, dass das Baby unverletzt und wohlauf ist.

Umfangreiche Fahndung führte zur Festnahme

Nach Bekanntwerden der Tat leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein und sicherte Spuren im Parkhaus.
Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung sowie Videoaufnahmen aus dem Bereich, in dem das Baby gefunden worden war, führten die Ermittler zu einer 18-jährigen Frau aus Lüdenscheid.
Am Sonntagnachmittag durchsuchten Polizeibeamte ihre Wohnung und nahmen die bereits erheblich polizeibekannte 18-Jährige gegen 17 Uhr vorläufig fest.

Unterbringung in psychiatrischer Einrichtung

Gegen die junge Frau wird wegen des Verdachts der Kindesentziehung und des Menschenraubes ermittelt.
Die Staatsanwaltschaft Hagen beantragte anschließend die einstweilige Unterbringung der dringend Tatverdächtigen in einer psychiatrischen Einrichtung.
Das zuständige Amtsgericht Hagen entsprach dem Antrag. Die 18-Jährige befindet sich inzwischen in einer psychiatrischen Einrichtung.
Zu den Hintergründen der Tat haben Polizei und Staatsanwaltschaft bislang keine weiteren Angaben gemacht. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis / Staatsanwaltschaft Hagen

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