Lüneburg – Mann lässt sich von ICE überrollen und flüchtet
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Symbolbild ICE Deutsche Bahn (Bildquelle: Bundespolizeiinspektion Bremen)
Am Sonntag, 12.04.2026, kam es am Bahnhof Lüneburg (NI) zu einem gefährlichen Vorfall. Ein Mann legte sich vor einen einfahrenden ICE, wurde überrollt und flüchtete anschließend. Die Bundespolizei ermittelt.
Am Sonntag, 12.04.2026, gegen 16:54 Uhr kam es am Bahnhof Lüneburg zu einem lebensgefährlichen Vorfall im Bahnverkehr.
Eine rücksichtslose und äußerst lebensgefährliche Aktion führte am Sonntagnachmittag zu einem Einsatz der Lüneburger Bundespolizei: Ein Unbekannter legte sich vor einem herannahenden ICE ins Gleis, ließ sich überrollen und flüchtete anschließend.
Ersten Erkenntnissen zufolge sprang der unbekannte Mann gegen 16:54 Uhr vom Gleis 2 vor den einfahrenden ICE, der mit etwa 45 km/h herangefahren kam, ins Gleisbett und legte sich parallel zu den Schienensträngen ins Gleis.
Der Lokführer erkannte die Situation und leitete eine Schnellbremsung ein, konnte jedoch nicht mehr verhindern, dass die Person überrollt wurde.
Nachdem der ICE zum Halten gekommen war, kletterte der Mann zurück auf den Bahnsteig, nahm seine abgelegten persönlichen Gegenstände an sich und flüchtete unerkannt.
Die rund 200 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste abgelöst werden.
Der Bahnhof Lüneburg wurde für etwa 15 Minuten gesperrt. In der Folge kam es bei 12 Zügen zu insgesamt 198 Verspätungsminuten, zwei Züge mussten umgeleitet werden.
Zeugenaufruf
Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel.: 0421/16299-7777 oder per E-Mail über bpoli.bremen@polizei.bund.de zu melden.