Beim Fußballspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden am Samstagabend, 24.01.2026, kam es in Magdeburg zu schweren Ausschreitungen. Gewalttätige Heimfans griffen Polizeikräfte an. Insgesamt wurden 64 Beamtinnen und Beamte verletzt, 17 davon mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Am Samstagabend, 24.01.2026, kam es im Zusammenhang mit dem
Fußballspiel zwischen dem 1. FC
Magdeburg und der SG Dynamo Dresden in der ausverkauften Avnet Arena in Magdeburg zu massiven Ausschreitungen und gewalttätigen Angriffen auf eingesetzte Polizeikräfte.
Rund 28.000 Zuschauer verfolgten die Begegnung. Im Einsatz waren mehrere hundert Polizeibeamtinnen und -beamte aus Sachsen-Anhalt, anderen Bundesländern sowie Kräfte der
Bundespolizei. Bereits während des Spiels wurde in beiden Fanlagern mehrfach
Pyrotechnik gezündet.
Kurz vor Ende der ersten Halbzeit sowie in der Halbzeitpause kam es im Außenbereich des Stadions zu schweren Ausschreitungen durch gewaltbereite Anhänger des 1. FC Magdeburg.
Diese versuchten, in den Gästebereich vorzudringen, was durch Polizeikräfte verhindert werden konnte. In der Folge wurden die Einsatzkräfte massiv
angegriffen.
Sie wurden mit Pyrotechnik beschossen, mit Steinen und Absperrgittern beworfen sowie gezielt mit gefährlichen Gegenständen wie Gullydeckeln und Gehwegplatten attackiert.
Nach aktuellem Ermittlungsstand erlitten insgesamt 64 Beamtinnen und Beamte der
Landespolizei Sachsen-Anhalt leichte bis schwere Verletzungen.
17 Einsatzkräfte mussten wegen erheblicher Verletzungen ambulant oder stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Kräfte anderer Landespolizeien sowie der Bundespolizei blieben nach derzeitigem Stand unverletzt.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang verurteilte die Ausschreitungen scharf und sprach von brutaler
Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte. Sie dankte den eingesetzten Kräften für ihren Einsatz und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung.
Die
Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs sowie weiterer Straftaten ein. Die Ermittlungen werden in einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe des Zentralen Kriminaldienstes der
Polizeiinspektion Magdeburg geführt und dauern an.
Zeugenaufruf
Zur weiteren Aufklärung hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet. Zeuginnen und Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können oder über Foto- und Videomaterial zum Tatgeschehen verfügen, werden gebeten, dieses über das Hinweisportal der Polizei Sachsen-Anhalt zur Verfügung zu stellen.
Quelle der Polizeinachricht: Bundespolizeiinspektion Magdeburg / Ministerium für Inneres und Sport Sachsen-Anhalt