In Marburg hat ein Staffordshire Bullterrier eine 70-Jährige und ihren 49-jährigen Sohn schwer verletzt. Der Hundehalter erstach das Tier. Polizisten stoppten eine lebensgefährliche Blutung am Arm der Frau und retteten ihr vermutlich das Leben.
In Marburg in Hessen hat ein Staffordshire Bullterrier am Montagnachmittag, 26. Oktober 2026, eine 70-jährige Frau und ihren 49 Jahre alten Sohn schwer verletzt.
Hund greift 70-Jährige in Wohnung an
Der Vorfall ereignete sich gegen 16.20 Uhr in einer Wohnung in Marburg.
Aus bislang ungeklärten Gründen biss der Staffordshire Bullterrier der 70-jährigen Frau in den Arm.
Ihr 49-jähriger Sohn, dem der Hund gehörte, eilte seiner Mutter zu Hilfe und versuchte, das Tier von weiteren Angriffen abzuhalten.
Dabei wurde auch der Hundehalter angegriffen und erheblich verletzt.
Um den Angriff zu beenden, griff der Mann zu einem Messer und erstach seinen Hund.
Ein Zeuge hatte die Schreie aus der Wohnung gehört und die Polizei verständigt.
Polizisten stoppen starke Blutung und retten Frau vermutlich das Leben
Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte übernahmen Beamte der Polizeistation Marburg die Erstversorgung der beiden Verletzten.
Die 70-Jährige hatte durch den Hundebiss eine starke Blutung am Arm erlitten.
Die Polizisten legten ein sogenanntes Tourniquet an. Dabei handelt es sich um ein medizinisches Hilfsmittel, mit dem eine starke Blutung an Armen oder Beinen durch gezielten Druck gestoppt werden kann.
Durch die Maßnahme gelang es den Beamten, die Blutung zu stoppen und den Zustand der Frau zu stabilisieren. Damit retteten sie der 70-Jährigen vermutlich das Leben.
Mutter und Sohn mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht
Beide Verletzten wurden anschließend zur weiteren medizinischen Behandlung in das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) gebracht.
Wie schwer die einzelnen Verletzungen sind und ob weitere medizinische Eingriffe notwendig waren, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
Warum der Hund seine Halter beziehungsweise deren Angehörige angriff, ist bislang ungeklärt.
Polizei warnt vor Falschmeldungen in sozialen Medien
Der Hundeangriff ereignete sich ausschließlich innerhalb der Wohnung. Für Menschen außerhalb des Gebäudes bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.
Im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz verbreiteten sich in sozialen Netzwerken offenbar Gerüchte über einen anderen Einsatzgrund.
Die Polizei stellte deshalb ausdrücklich klar, dass es sich um einen Hundeangriff handelte, und appellierte an die Bevölkerung, unbestätigte Behauptungen nicht weiterzuverbreiten.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Mittelhessen