Ein 14-Jähriger ist in Marxen (NI) an einer Bahnstrecke lebensgefährlich verletzt worden. Der Jugendliche erlitt nach dem Klettern auf einen Oberleitungsmast offenbar durch einen Lichtbogen einen Stromschlag.
Jugendliche mit E-Scootern an Bahnstrecke unterwegs
Am Dienstagabend, 06.05.2026, gegen 20:45 Uhr waren zwei Jugendliche mit E-Scootern an der Güterzugstrecke zwischen Buchholz in der Nordheide und dem Rangierbahnhof Maschen unterwegs.
Im Bereich der Bahnstrecke bei
Marxen im Landkreis Harburg stoppte der 14-Jährige gemeinsam mit seinem 15-jährigen Freund. Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei kletterte der Jugendliche anschließend auf einen Oberleitungsmast.
Vermutlich kam es dabei zu einem sogenannten Lichtbogen der 15.000 Volt führenden Oberleitung. Obwohl der Jugendliche die Leitung offenbar nicht direkt berührte, erlitt er einen schweren
Stromschlag und stürzte anschließend in das Gleisbett.
Ein Güterzug stoppte an der Unglücksstelle. Die Besatzung alarmierte umgehend Rettungskräfte und Polizei.
Der lebensgefährlich verletzte Jugendliche wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen.
Nach aktuellen Angaben liegt der 14-Jährige im künstlichen Koma und schwebt weiterhin in Lebensgefahr.
Sein 15-jähriger Begleiter erlitt einen Schock und wurde vor Ort von Angehörigen betreut.
Warum der Jugendliche auf den Mast geklettert war, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.
Bundespolizei warnt vor Oberleitungen
Die Bundespolizei weist erneut eindringlich auf die tödlichen Gefahren von Bahn-Oberleitungen hin. Bereits die Nähe zu den stromführenden Leitungen reicht aus, damit ein Stromüberschlag entstehen kann. Eine direkte Berührung ist dafür nicht erforderlich.
Die Oberleitungen der Bahn führen eine Spannung von rund 15.000 Volt und können schwerste bis tödliche Verbrennungen verursachen.