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Mehrere Einsätze in Coswig – Warnung vor "Cat in den Hat" Trend

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Eine Person in einem Kostüm mit rot-weiß gestreiftem Hut läuft auf eine andere Person zu. Im Vordergrund hält jemand ein Telefon, das die Szene filmt.
Eine Person im "Cat in the Hat"-Kostüm sorgt in Sachsen-Anhalt für Unruhe, die Polizei warnt vor Nachahmung. (Bildquelle: Polizeiinspektion Dessau-Roßlau, KI-generiert)

Eine als Katze verkleidete Person soll in Coswig eine Anwohnerin bedroht und mit einem Knüppel fast eine halbe Stunde vor ihrem Wohnhaus gewartet haben. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und vermutet einen Zusammenhang mit dem Social-Media-Trend „Cat in the Hat“.

Ein Social-Media-Trend um eine unheimliche Gestalt im Katzenkostüm sorgt derzeit in Sachsen-Anhalt für Aufsehen. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, den sogenannten „Cat in the Hat“-Trend nachzuahmen. Entsprechende Fälle sind nach Polizeiangaben auch bundesweit und international bekannt.

Frau in Coswig mit Knüppel bedroht

Am 19. September 2026 gegen 23 Uhr fühlte sich eine Anwohnerin der Zerbster Straße in Coswig von einer Person in einem Katzenkostüm bedroht. Die unbekannte Person soll mit einem „Knüppel“ in der Hand fast eine halbe Stunde vor dem Wohnhaus auf der Straße gewartet haben.
Gegen die unbekannte Person wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Polizei soll eine als Katze und teilweise mit einem rot-weißen Hut verkleidete Person bereits mehrfach in Coswig in Erscheinung getreten sein.
Die Ermittler prüfen, ob es sich lediglich um die Nachahmung des Trends beziehungsweise einen Streich handelt oder ob weitere strafrechtlich relevante Vorfälle dahinterstecken.

Polizeieinsatz an Schule in Zerbst

Auch in Zerbst sorgte eine angebliche Sichtung für einen Polizeieinsatz. Am Donnerstagvormittag rückten Beamte zur Sekundarschule Ciervisti aus. Nach Angaben einer Polizeisprecherin bestand zu keinem Zeitpunkt eine ernsthafte Gefahr.
In Zerbst und Dessau kursieren zudem Bilder angeblicher Sichtungen in sozialen Netzwerken sowie Klassen- und Gruppenchats. Viele dieser Aufnahmen sind nach Einschätzung der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau offenbar mit Künstlicher Intelligenz erstellt worden. Typischerweise zeigen sie eine verschwommene Gestalt auf einer schlecht beleuchteten Straße.

„Cat in the Hat“-Trend verbreitet sich über soziale Medien

Hinter den Vorfällen vermutet die Polizei den Social-Media-Trend „Cat in the Hat“. Vorbild ist die Katze aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Dr. Seuss. In sozialen Netzwerken verbreiten sich Gruselvideos und Bilder, die vermeintliche Sichtungen der kostümierten Gestalt unter anderem vor Wohnhäusern zeigen.
Der Trend verbreitete sich zuvor unter anderem in Großbritannien, Irland und den USA und sorgt inzwischen auch in Deutschland für Aufmerksamkeit.

Polizei warnt vor strafrechtlichen Folgen

Die Polizei stellt klar, dass es sich nicht mehr um einen harmlosen Spaß handelt, wenn Menschen gezielt verfolgt, bedroht oder in Angst versetzt werden. Je nach Verhalten können unter anderem Straftaten wie Bedrohung, Nötigung oder Nachstellung vorliegen. Auch Beiträge, Nachrichten oder Aufrufe in sozialen Netzwerken können strafrechtliche Folgen haben.
Die Polizei rät ausdrücklich davon ab, bei dem Trend mitzumachen, andere Personen gezielt zu erschrecken oder zu verfolgen und entsprechende Inhalte weiterzuverbreiten. Insbesondere sollen keine Wohnorte, Schulen, Namen oder andere persönliche Daten als mögliche „Ziele“ veröffentlicht werden.
Eltern, Angehörige und Freundeskreise werden gebeten, mit Kindern und Jugendlichen über den Trend zu sprechen. Was im Internet wie ein harmloser „Prank“ wirken könne, könne bei Betroffenen erhebliche Angst auslösen und für die Verantwortlichen ernste Konsequenzen haben.
Wer tatsächlich verfolgt oder bedroht wird oder eine entsprechend kostümierte Person vor einem Wohnhaus bemerkt, soll den Polizeinotruf 110 wählen.

Zeugenaufruf

Hinweise zu der unbekannten Person in Coswig nimmt das Polizeirevier Wittenberg unter 03491 4690 oder per E-Mail an rkd.prev-wb@polizei.sachsen-anhalt.de entgegen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeiinspektion Dessau-Roßlau / Polizeirevier Wittenberg Quelle der Polizeinachricht: Polizeiinspektion Dessau-Roßlau

Kategorien:

Sachsen-Anhalt

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