Mittelhessen – Fast 2000 Tempoverstöße beim Speedmarathon
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Beim ROADPOL Speedmarathon am 15. April 2026 verzeichnete die Polizei fast 2000 Tempoverstöße. (Bildquelle: Polizeipräsidium Mittelhessen)
Beim ROADPOL-Speedmarathon in Mittelhessen wurden zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Mehrere Fahrer müssen mit Fahrverboten rechnen.
Nach dem ROADPOL Speedmarathon am 15. April 2026 zieht die Polizei in Mittelhessen Bilanz.
Zahlreiche Verstöße festgestellt
An mehr als 50 zuvor bekanntgegebenen Messstellen stellten die Kontrollierenden bei insgesamt 1.993 Fahrzeugen Geschwindigkeitsverstöße fest. 16 Fahrerinnen und Fahrer waren dabei so schnell unterwegs, dass sie nun mit einem Fahrverbot rechnen müssen.
Motorradfahrer als Spitzenreiter
Trauriger Spitzenreiter war ein Motorradfahrer im Lahn-Dill-Kreis. Er wurde auf der Bundesstraße 255 nahe Herborn-Hörbach in einer Baustelle mit 101 km/h gemessen, obwohl dort nur 50 km/h erlaubt waren.
Die Konsequenzen: ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte im Fahreignungsregister und 400 Euro Bußgeld.
Weitere erhebliche Verstöße
Auch in Bad Nauheim wurde ein Autofahrer deutlich zu schnell gemessen. Mit seinem Mercedes fuhr er innerorts in der Straße „Am Taubenbaum“ mit 85 km/h statt der erlaubten 50 km/h. Nach Abzug der Toleranz bleibt eine Überschreitung von 32 km/h. Ihn erwarten 260 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
Auf der Bundesstraße 62 bei Betziesdorf wurden innerhalb weniger Minuten gleich zwei Fahrzeuge gestoppt. Ein BMW und ein VW fuhren mit 151 km/h beziehungsweise 154 km/h statt erlaubter 100 km/h. Die Fahrer müssen ebenfalls mit einem Monat Fahrverbot, zwei Punkten und jeweils 320 Euro Bußgeld rechnen.
Hohe Überschreitung auf Autobahn
Im Baustellenbereich der A45 bei Herborn-Süd wurde ein Mercedes mit ausländischen Kennzeichen mit 136 km/h gemessen. Nach Abzug der Toleranz war das Fahrzeug 51 km/h zu schnell bei erlaubten 80 km/h. Da kein Wohnsitz in Deutschland vorlag, wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.050 Euro erhoben.
Weitere Straftaten festgestellt
Bei einer Kontrolle in Gießen auf der Bundesstraße 457 fiel zudem ein Opel auf, an dem polnische Kennzeichen angebracht waren, die zu einem anderen Fahrzeug gehörten. Zudem bestand der Verdacht, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.
Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Urkundenfälschung, des Kennzeichenmissbrauchs sowie eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Mittelhessen