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Monatelang im Koma – 15-Jähriger von Brücke in Karlsruhe gestoßen

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Zwei Autos sind unter einer Eisenbahnbrücke geparkt. Die Umgebung ist eine städtische Straße, es ist bewölkt.
Unter dieser Brücke im Bereich Raiherwiesenstraße, Durlacher Allee und Hauptbahnstraße wurde der lebensgefährlich verletzte Jugendliche gefunden. (Bildquelle: Google Maps)

Ein damals 15-Jähriger wurde im Februar 2025 lebensgefährlich verletzt unter einer Brücke in Karlsruhe-Durlach gefunden und lag anschließend monatelang im Koma. Der ungeklärte Fall wird nun bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“ vorgestellt.

Ein schweres Gewaltverbrechen in Karlsruhe-Durlach beschäftigt Polizei und Staatsanwaltschaft auch mehr als eineinhalb Jahre später.

15-Jähriger lebensgefährlich unter Brücke gefunden

Am Sonntagabend, 2. Februar 2025, wurde ein damals 15-jähriger Jugendlicher gegen 19.30 Uhr lebensgefährlich verletzt unter einer Brücke im Bereich Raiherwiesenstraße, Durlacher Allee und Hauptbahnstraße gefunden.
Der Jugendliche war aus mehr als acht Metern Höhe von der Brücke gestürzt. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen und lag anschließend sieben Monate im Koma.

Ursache des Sturzes zunächst völlig unklar

Zunächst war unklar, wie es zu dem Sturz gekommen war. Neben einem Unfall wurden auch eine Straftat oder ein Suizidversuch als mögliche Ursachen geprüft. Die ersten Ermittlungen brachten keine eindeutige Klärung. Auch die Auswertung des Mobiltelefons und weiterer elektronischer Geräte des Jugendlichen lieferte keine entscheidenden Hinweise.
Erst Monate später konnte der 15-Jährige nach seinem Erwachen aus dem Koma von den Ermittlern befragt werden. An den entscheidenden Zeitraum rund um den Sturz konnte er sich jedoch nicht erinnern.
Eine Brücke mit einem Bürgersteig und einigen Autos auf der Straße über Bahngleise. Bäume flankieren die Szenerie bei klarem Himmel.
Die Polizei untersucht, ob der 15-Jährige von der Brücke in Karlsruhe-Durlach gestoßen wurde. (Bildquelle: Google Maps)

Ermittler gehen inzwischen von Fremdeinwirkung aus

Inzwischen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einer Fremdeinwirkung aus. Nach der aktuellen Bewertung wurde der Jugendliche offenbar von der Brücke gestoßen. Die Ermittler gehen von mindestens einer beteiligten Person aus. Zudem gibt es Hinweise auf eine mögliche körperliche Auseinandersetzung vor dem Sturz.
Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung geführt.

Bis zu 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat für Hinweise, die zur Identifizierung und/oder Ergreifung der bislang unbekannten Täter führen, eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.
Das Bild zeigt das Logo der Fernsehsendung 'Aktenzeichen XY Ungelöst' mit einer beleuchteten Stadtsilhouette im Hintergrund.
In der Sendung "Aktenzeichen XY" am 9.9.2026 im ZDF wird der Fall erneut aufgegriffen und nach Zeugen gesucht. (Bildquelle: ZDF)

Fall kommt zu „Aktenzeichen XY … ungelöst“

Neue Hinweise erhoffen sich die Ermittler durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Der Fall soll am Mittwoch, 9. September 2026, um 20.15 Uhr als Studiofall vorgestellt werden.
Gesucht werden insbesondere Personen, die den Jugendlichen am 2. Februar 2025 zwischen 18.45 und 19.30 Uhr im Bereich der Durlacher Allee, Raiherwiesenstraße und Hauptbahnstraße gesehen haben. Auch Beobachtungen zu möglichen Auseinandersetzungen oder verdächtigen Personen in diesem Bereich können für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Zeugenaufruf

Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Karlsruhe unter 0721 666-5555 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Karlsruhe / Staatsanwaltschaft Karlsruhe

Kategorien:

Baden-Württemberg
Zeugenaufrufe
Ungelöste Fälle

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