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München – Souvenir aus Pythonleder wird beim Zoll beschlagnahmt

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Eine kleine Trommel mit einem Bespannung aus Schlangenhaut steht auf einem Tisch. Der Korpus ist rot lackiert.
Die Reisende hatte das Musikinstrument als Geschenk für ihre Tochter gekauft. (Bildquelle: Hauptzollamt München)

Am Wochenende entdeckte der Zoll im Reisegepäck einer Frau eine mit Pythonleder bespannte Trommel. Da die erforderlichen Artenschutz-Nachweise fehlten, wurde das als Geschenk gekaufte Souvenir beschlagnahmt.

Eine Trommel, bespannt mit Pythonleder, haben Zollbeamte am Wochenende im Reisegepäck einer Frau entdeckt. Das Musikinstrument war von der Reisenden in einem Souvenirladen als Geschenk für ihre Tochter erworben worden.
Bei der Kontrolle ergaben sich Hinweise, dass es sich um ein Erzeugnis einer artenschutzrechtlich geschützten Tierart handelt. Die für die Einfuhr erforderlichen Nachweise konnten nicht vorgelegt werden. Die Trommel wurde deshalb nach den geltenden artenschutzrechtlichen Bestimmungen beschlagnahmt.
"Viele Urlaubssouvenirs werden in Geschäften oder auf Märkten angeboten. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie ohne Weiteres nach Deutschland oder in die Europäische Union eingeführt werden dürfen", so Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamts München. "Besondere Vorsicht ist bei Erzeugnissen aus Reptilienleder, Elfenbein, Korallen, Schildpatt sowie bei bestimmten Pflanzen und Hölzern geboten."
Das Hauptzollamt München empfiehlt Reisenden, sich bereits vor dem Kauf über die geltenden Einfuhr- und Ausfuhrvorschriften zu informieren. Für zahlreiche Erzeugnisse geschützter Tier- und Pflanzenarten gelten die Bestimmungen des internationalen Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) sowie entsprechende europäische und nationale Vorschriften. Fehlende Genehmigungen können zur Beschlagnahme der Waren sowie zu ordnungswidrigkeiten- oder strafrechtlichen Konsequenzen führen.
Der Zoll appelliert an alle Reisenden, beim Kauf von Souvenirs sorgfältig zu prüfen, aus welchen Materialien diese hergestellt wurden. Wer unsicher ist, sollte vor dem Erwerb auf den Kauf verzichten.
Wer sich für den Beruf des Zöllners interessiert, hat am 10.10.2026 die einmalige Chance, sich persönlich vor Ort ein Bild zu machen und sich zu informieren. Dieser Tag steht unter dem Motto "Wir sind der Zoll in München" und findet in der Landsberger Straße 124 statt, zu dem sich alle Interessierten unter presse.hza-muenchen@zoll.bund.de anmelden können.
Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt München

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