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München – Zoll stellt illegale Potenzmittel sicher

08.05.2026 | 08:01

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Auf einem Tisch liegen mehrere Viagra-Verpackungen von Pfizer sowie Tablettenblister in großen Mengen gestapelt. Einige sind mit Gummibändern gebündelt.

Bei einer Grenzkontrolle fanden die Zöllner bei dem Mann illegale Potenzmittel. (Bildquelle: Hauptzollamt Regensburg)

Der Zoll hat bei einem Münchner Kioskbetreiber illegale Potenzmittel und weitere unversteuerte Waren sichergestellt. Gegen den 25-Jährigen läuft ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

Zoll entdeckt Potenzmittel bei Grenzkontrolle

Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege Selb des Hauptzollamts Regensburg haben bereits im Februar 2026 am Grenzübergang Waldsassen bei der Kontrolle eines Pkw eines 25-jährigen Münchners insgesamt 255 Potenztabletten sichergestellt.
Darunter befanden sich 235 Tabletten des in der Europäischen Union nicht zugelassenen Präparats „Kamagra“.
Gegen den Mann, der nach eigenen Angaben einen Kiosk betreibt, wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet.
Bei der Kontrolle des Fahrzeugs mit insgesamt drei Insassen gab der Fahrer zunächst an, lediglich Textilien als Reisemitbringsel mitzuführen.
Im Kofferraum entdeckten die Beamten jedoch eine schwarze Plastiktüte mit mehreren Blisterpackungen der Potenzmittel. Noch bevor die Tüte näher überprüft wurde, erklärte der Fahrer, dass ihm der Inhalt gehöre und die Mitreisenden nichts davon wüssten.
Die Menge der Tabletten überschritt laut Zoll die zulässige Reisefreimenge für den persönlichen Gebrauch deutlich. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte konnte ein Weiterverkauf der Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden.

Weitere illegale Waren im Kiosk gefunden

Im Rahmen einer anschließenden Steueraufsichtskontrolle im Kiosk fanden die Zöllner weitere verbotene beziehungsweise unversteuerte Waren.
Sichergestellt wurden unter anderem:
  • E-Zigaretten ohne deutsche Steuerzeichen
  • Wasserpfeifentabak ohne Steuerzeichen
  • E-Zigaretten mit synthetischen Cannabinoiden
  • Snus
  • Nikotinbeutel
  • Feuerwerkskörper der Kategorie F2
„Der Fall zeigt deutlich, dass illegale Waren häufig nicht nur über das Internet, sondern auch über scheinbar alltägliche Verkaufsstellen vertrieben werden“, erklärte Günter Schnabel, Leiter der Kontrolleinheit Verkehrswege Selb.
Der Zoll weist darauf hin, dass insbesondere bei nicht zugelassenen Arzneimitteln und Produkten mit unbekannten Inhaltsstoffen erhebliche Gesundheitsrisiken bestehen können.
Die Veröffentlichung des Falls erfolgte laut Zoll aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt.
Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt Regensburg

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