Neue Hinweise im Mordfall Daniel Emminger nach Aktenzeichen XY
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Daniel Emminger wurde in der Nacht zum 1. April 2026 auf seinem Einödhof in Kunzach erschossen. Nach der Vorstellung des Falls bei „Aktenzeichen XY“ gingen zahlreiche Hinweise ein – darunter zu Personen mit möglichen Gehörbeeinträchtigungen und zu möglichem illegalem Waffenbesitz.
Die Kriminalpolizei Memmingen ermittelt unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft in Memmingen weiterhin aufgrund eines Tötungsdelikts, bei welchem der 33-jährige Daniel Emminger tot auf seinem Einödhof nahe Bedernau, einem Ortsteil der Gemeinde Breitenbrunn in Bayern, aufgefunden wurde.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass der Mann in der Nacht vom 31.03.2026 auf den 01.04.2026 mit einem Gewehr erschossen wurde.
Der 33-Jährige lebte als Selbstversorger, betrieb eine solidarische Landwirtschaft, hielt Kurse zu verschiedenen Themen ab und bot auch Stellplätze für durchreisende Camper an.
Schüsse fielen in einem geschlossenen Raum
Nach den im Rahmen von „Aktenzeichen XY … ungelöst“ bekannt gewordenen Ermittlungserkenntnissen wurde Daniel Emminger in einem geschlossenen Raum erschossen.
Die Ermittler gehen deshalb auch der Frage nach, ob der Täter einen Gehörschutz getragen haben könnte oder durch die enorme Lautstärke des Schusses eine Beeinträchtigung seines Gehörs erlitt.
Fabian Puchelt vom Bayerischen Landeskriminalamt verglich die Lautstärke eines Schusses in einem geschlossenen Raum mit der eines startenden Düsenjets.
Die Polizei interessiert sich daher besonders für Personen aus dem Umfeld des Getöteten oder des Tatorts, die nach dem 1. April wegen eines Hörschadens oder anderer Gehörbeeinträchtigungen aufgefallen sind oder sich deshalb in ärztliche Behandlung begeben haben.
Hinweise nach Aktenzeichen XY
Nachdem der Fall am Mittwoch, den 29.07.2026, in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ im ZDF vorgestellt worden war, gingen mittlerweile Hinweise im mittleren zweistelligen Bereich bei der Kriminalpolizei in Memmingen ein.
Alle eingegangenen Hinweise werden durch die eingesetzte „SOKO Waldrand“ ausgewertet und deren Ergebnisse in die laufenden Ermittlungen miteinbezogen. Aus ermittlungstaktischen Gründen können zum Inhalt der Hinweise keine Informationen mitgeteilt werden.
Zusammenfassend kann jedoch festgestellt werden, dass das Schicksal des getöteten 33-Jährigen viele Menschen sehr bewegt hat.
Hinweise zu möglichen Hörschäden und Waffenbesitzern
Nach der Fernsehausstrahlung gingen nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamts tatsächlich Hinweise auf Personen ein, bei denen nach der Tat mögliche Gehörschäden oder Gehörbeeinträchtigungen aufgefallen sein sollen. Diese Hinweise werden von der Kriminalpolizei Memmingen bearbeitet.
Darüber hinaus gehen die Ermittler Hinweisen auf mögliche illegale Waffenbesitzer aus dem Umfeld von Daniel Emminger nach.
Weitere eingegangene Hinweise betreffen auch verdächtige Beobachtungen sowie Personen und Fahrzeuge im Bereich Bedernau/Kunzach. Auch mögliche Versuche, nach dem 1. April ein Gewehr zu veräußern, spielen bei den Ermittlungen eine Rolle.
Die „SOKO Waldrand“ prüft sämtliche Hinweise und bezieht die Ergebnisse in die laufenden Ermittlungen ein.
Kriminalpolizei stellt fünf konkrete Fragen
Im Rahmen der Ermittlungen stehen momentan nach wie vor folgende Fragestellungen im Fokus:
- Haben Sie zwischen dem 31.03.2026 und dem 01.04.2026 im Bereich Bedernau/Kunzach verdächtige Beobachtungen gemacht?
- Sind Ihnen in diesem Zeitraum ortsfremde oder verdächtige Personen sowie Fahrzeuge aufgefallen?
- Kennen Sie Personen aus dem Umfeld des Getöteten oder des Tatorts, die über ein legales oder illegales Gewehr verfügen und im Umgang mit diesem geübt sind?
- Kennen Sie Personen aus dem Umfeld des Getöteten oder des Tatorts, die nach dem 01.04.2026 versucht haben, ein Gewehr zu veräußern?
- Kennen Sie Personen aus dem Umfeld des Getöteten oder des Tatorts, die nach dem 01.04.2026 wegen eines Hörschadens aufgefallen sind oder sich deshalb in ärztliche Behandlung gegeben haben?
Zeugenaufruf
Mit diesem Presseaufruf möchte die Kriminalpolizei Memmingen nochmals Zeugen, welche ebenfalls Hinweise zum Schicksal des getöteten Mannes geben können, bitten, sich entweder telefonisch unter 08331 100-499 oder per E-Mail an pp-sws.memmingen.kpi.soko@polizei.bayern.de mit der Kriminalpolizei in Memmingen oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Bis zu 5.000 Euro Belohnung
Für entscheidende Hinweise, die zu einer Festnahme des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt. Näheres hierzu kann dem Fahndungsplakat entnommen werden.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West
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