Update zum Tötungsdelikt in Neuenbürg (BW): Nachdem Ende Februar ein Mann tot in einem Auto gefunden wurde, laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Die Polizei hat nun eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgesetzt.
Im Fall des am 25. Februar 2026 in Neuenbürg aufgefundenen toten
Mannes dauern die Ermittlungen weiter an. Wie
Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, gehen die Ermittler inzwischen rund 200 Spuren nach.
Der
Mann aus dem Enzkreis war damals
leblos in einem geparkten
Fahrzeug (weißer
Ford S-Max) auf einem öffentlichen
Parkplatz in der Turnstraße gefunden worden. Die Gesamtumstände sprechen nach wie vor für ein Tötungsdelikt.
Die Polizei sucht Zeugen oder Videoaufnahmen zu einem Ford S-Max. (Bildquelle: Polizeipräsidium Pforzheim)
Sonderkommission „Motor“ ermittelt
Mehrere Dutzend Ermittlerinnen und Ermittler der Sonderkommission „Motor“ sowie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim arbeiten seit dem Fund mit Hochdruck an der Aufklärung der Tat. Unterstützt werden sie unter anderem durch das Polizeipräsidium Einsatz sowie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg.
Nach aktuellen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass der Parkplatz in der Turnstraße auch der Tatort sein könnte.
Symbolbild eines baugleichen Ford S-Max, in dem der Tote gefunden wurde. (Bildquelle: Polizeipräsidium Pforzheim)
Taucher durchsuchen Fluss Enz
In unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs verläuft der Fluss Enz. Mehr als 20 Taucher verschiedener Wasserschutzpolizeistationen in Baden-Württemberg suchten das Gewässer am 6., 10. und 12. März intensiv ab.
Dabei wurden mehrere Gegenstände entdeckt und sichergestellt, die nun darauf geprüft werden, ob sie mit der Tat in Zusammenhang stehen.
Kamerabilder werden ausgewertet
Darüber hinaus identifizierten die Ermittler mehrere Kameras im Umfeld des mutmaßlichen Tatortes. Das entsprechende Videomaterial wurde gesichert und wird derzeit ausgewertet.
Belohnung von bis zu 10.000 Euro
Um neue Hinweise zu erhalten, hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim nun eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung der Täterin oder des Täters führen.
Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung entscheidet die Staatsanwaltschaft. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Belohnung richtet sich ausschließlich an Privatpersonen – Amtsträger und deren Angehörige sind ausgeschlossen.
Mit diesem QR Code kann das Hinweisportal der Polizei Pforzheim aufgerufen werden. (Bildquelle: Polizeipräsidium Pforzheim)
Anonymes Hinweisportal eingerichtet
Zeugen können Hinweise auch anonym über ein neues Hinweisportal übermitteln. Dafür wurde das Business Keeper Monitoring System (BKMS®) eingerichtet, das vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg betreut wird und ein hohes Maß an Anonymität sowie Datensicherheit bietet.
Über das System können neben Text auch Bild-, Video- und Audiodateien hochgeladen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein virtuelles Postfach für einen anonymen Dialog mit den Ermittlern einzurichten.
Polizei sucht weiterhin Zeugen
Die Sonderkommission hat zudem ein Foto des 41-jährigen Opfers veröffentlicht. Der Mann lebte im westlichen Enzkreis und arbeitete als Hausmeister sowie als Lieferant für eine örtliche Gastronomie.
Besonders interessieren die Ermittler folgende Fragen:
Wer hat das 41-jährige Opfer zwischen dem 23. Februar und dem Morgen des 25. Februar 2026 im Bereich Neuenbürg gesehen?
Zu welchen Personen im Raum Neuenbürg pflegte der Mann Kontakt?
Außerdem werden Video-, Bild- und insbesondere auch Audioaufnahmen aus dem genannten Zeitraum gesucht.
Zeugenaufruf
Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Pforzheim unter 07231 / 186-4444 entgegen. Alternativ können Hinweise per E-Mail an pforzheim.pp@polizei.bwl.de übermittelt werden.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Pforzheim
Erstmeldung