Aufgrund der hohen Brandlast konnte das Feuer nur von außen gelöscht werden. (Bildquelle: Feuerwehr Neumünster)
Ein Wohnhausbrand in Neumünster hat am Dienstagvormittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner über das Warnsystem MoWaS aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Starke Rauchentwicklung aus Einfamilienhaus
Am Dienstag (10.03.2026) gegen 10:21 Uhr wurde die Leitstelle in Neumünster über eine starke Rauchentwicklung aus einem Einfamilienhaus in der Gutenbergstraße informiert. Mehrere Anrufer meldeten unabhängig voneinander Rauch aus dem Gebäude.
Die Berufsfeuerwehr Neumünster rückte daraufhin mit einem Löschzug aus. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar, sodass das Einsatzstichwort noch vor dem Eintreffen der ersten Kräfte auf „FEU G“ (Feuer größer als Standard) erhöht wurde. Zur Unterstützung wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Tungendorf alarmiert.
Menschenrettung zunächst eingeleitet
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch Personen im Gebäude befinden, leiteten die Einsatzkräfte umgehend eine Menschenrettung ein. Der Innenangriff musste jedoch aus Sicherheitsgründen zunächst abgebrochen werden. Grund dafür war eine große Menge gelagerter Gegenstände im Inneren des Hauses, die die Zugänglichkeit erheblich erschwerten.

Die Anwohner wurden wegen der massiven Rauchentwicklung gewarnt. (Bildquelle: Feuerwehr Neumünster)
Brandbekämpfung von außen
Die Brandbekämpfung wurde daraufhin von außen über die Drehleiter mittels Wenderohr sowie mit mehreren handgeführten Strahlrohren durchgeführt. Im weiteren Verlauf wurde zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Wittorf alarmiert, um weitere Atemschutzgeräteträger an die Einsatzstelle zu bringen und beim Aufbau der notwendigen Wasserversorgung zu unterstützen.
Während der Löscharbeiten kam es im Gebäude immer wieder zu aufflammenden Glutnestern und starker Rauchentwicklung. Atemschutztrupps wurden mehrfach eingesetzt, um diese Glutnester zu lokalisieren und abzulöschen. Aufgrund der wiederkehrenden Brandentwicklung mussten sich die Einsatzkräfte jedoch mehrfach aus dem Gebäude zurückziehen.
Warnmeldung an Bevölkerung
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) eine Warnmeldung an die Bevölkerung herausgegeben. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten.